Heinrich  von  Kleist.
..  .  Wer,  in  unzählbaren  Wunden,
jener  Sremden  Hohn  empfunden,
Brüder,  wer  ein  deutscher  Mann,
schließe  diesem  Kampf  sich  an!
Alle  Triften,  alle  Stätten
färbt  mit  ihren  Knochen  weiß,
welchen  Rab  und  SLuchs  verschmähten,
gebet  ihn  den  Sischen  preis;
dämmt  den  Rhein  mit  ihren  Ceichen;
laßt,  gestäuft  von  ihrem  Bein,
schäumend  um  die  Pfalz  ihn  weichen,
und  ihn  dann  die  Grenze  sein!

Eine  Lustjagd,  wie  wenn  Schützen
auf  der  Spur  dem  Wolfe  sitzen!
Schlagt  ihn  tot!  das  Weltgericht
fragt  euch  nach  den  Gründen  nicht!.

Kus  „Germania  an  ihre  Kinder“.  ECntstanden  im  Frühjahr
1809.  Kls  fliegendes  Blatt  wiedergedruckt  im  Jahre  1813.

Dolkswut  gegen  die  Franzosen.
1.  Januar  1813.

Vor  dem  Uönigsberger  Schlosse  standen  am  Neujahrstage
  1815  einige  hundert  neu  einberufene  Krümper  und
Rekruten  aufmarschiert.  Ein  des  Weges  kommender  französischer
  Gendarm  fand  bei  seinem  Dersuche,  die  Reihen  zu
durchschreiten,  nicht  das  erwartete  Entgegenkommen  und  stieß,
viehisch  wie  er  war,  einen  der  Rekruten  mit  dem  Luße  dermaßen
  vor  den  Teib,  daß  der  Gestoßene  vor  Schmerz  zusammenbrach.
  Kllsogleich  fielen  die  Kameraden  des  Unglücklichen
  über  seinen  Peiniger  her  und  vollstreckten  an
ihm  das  Gebot  des  Dichters,  der  seinem  Dolke  zugerufen  hatte:

Schlagt  sie  tot!  Das  Weltgericht
HLragt  nach  euren  Eründen  nicht.

Murat,  der  König  von  Neapel  durch  Bonapartes  Gnade,
stand  am  Fenster  und  sah  den  Zuftritt  mit  an.  Um  die
Empörung  zu  stillen,  schickte  er  zwei  Offiziere  herunter;

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