gewesen,  kurz  ein  Uummer-Eins-Mann.  Ich  will  hiemit
nicht  gesagt  haben,  daß  einer  als  ein  Mummer.-öwei-Mann
nicht  auch  vortrefflich  sein  und  wirken  könne.  Das  versteht
sich  ja  von  selbst;  aber  Stein  war  nicht  dazu  geschaffen.
Es  war  eine  zu  mächtige  Eigentümlichkeit  in  ihm,  seine
Natur  überhaupt  aus  einem  so  strengen  Metallgusse,  daß
er  sich  einer  fremden  Natur  nicht  leicht  anschmiegen,  viel
schwerer  noch  sich  ihr  unterschmiegen  konnte,  was  die  edelsten
Menschen  für  gute  Swecke  oft  getan  haben  und  tun  müssen.
(Arndt,  Erinnerungen  aus  dem  äußeren  Ceben.)

Hardenberg.

Karl  August  Fürst  von  Hardenberg,  preußischer  Staatskanzler,
  geb.  31.  Mai  1750  zu  Essenrode  im  hannöverschen.
Nach  längeren  Diensten  in  Hhannover  wurde  er  1790  Minister
des  Markgrafen  von  Ansbach  und  Bayreuth  und  blieb  auch  nach
der  Dereinigung  der  Markgrafschaft  mit  Preußen  als  Minister
im  Kmt.  Von  1804—1805  allein,  von  1805—1806  gemeinsam
mit  dem  Grafen  haugwitz  Minister  des  Kuswärtigen,  leitete  er
die  Politik  Dreußens  im  Sinne  der  Neutralität,  mußte  sich  aber
nach  dem  Sieg  Napoleons  über  Ssterreich  zu  einem  kerbbi
französischen  Bündnis  verstehen.  Mapoleon  hielt  hardenberg  für
seinen  Hauptgegner.  Dem  Druck  des  französischen  Kaisers  nachgebend,
  entließ  Friedrich  Wilhelm  III.  seinen  Minister  vor  dem
Kusbruch  des  Kriegs  mit  Frankreich  im  Jahre  1806.  Im  April
1807  übernahm  hardenberg  wieder  das  Ministerium,  mußte  aber
im  Juli  wieder  auf  den  Befehl  Napoleons  sein  Kmt  niederlegen.
Im  Jahr  1810  ernannte  ihn  Friedrich  Wilhelm  III.,  diesmal  mit
Napoleons  Sustimmung,  zum  Staatskanzler.  Uun  behielt  Hhardenberg
  die  Leitung  der  äußeren  und  inneren  Dolitik  Hreußens.
Er  führte  die  Reformen  Steins,  nicht  immer  in  dessen  Geiste,
weiter  und  geriet  dabei  mit  dem  altpreußischen  Adel  in  schwere
Konflikte.  Es  gelang  ihm  jedoch,  die  ungeheuern  Kontributionen,
die  Mapoleon  Hreußen  auferlegte,  zum  Teil  aufzubringen  und  so
ein  gewaltsames  Einschreiten  Napoleons  zu  verhindern.  Die  innere
politik  führte  Hardenberg  als  Sreund  der  Zufklärung  im  liberalen
Sinne.  Während  der  Befreiungskriege  vertrat  er  Preußen  mit
großer  Geschicklichkeit,  brachte  aber  dem  Grafen  Metternich,  der
mit  allen  Gegnern  Preußens  im  Einverständnis  war,  zuviel  Dertrauen
  entgegen.  Uach  der  Kriegszeit  blieb  Hardenberg  noch  sieben
Jahr  im  Zmt.  Sein  Ansehen  sank,  und  erst  eine  spätere  Seit  ist
dem  außerordentlichen  Manne  gerecht  geworden.  Er  starb  am
26.  Movember  1822  zu  Eenua.

Er  war  ein  Mann  etwas  über  Mittelgröße  mit  runden
  und  festen  Eliedern,  einem  prächtigen  Kopf  und  herrlich

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