sobald  ein  Mönch  durchreist,  weil,  sagen  sie,  ein  solcher
Mann  nicht  alle  Tage  zu  haben  ist.  .  .  Jedes  Dolk  vergeht
wie  ein  faulender  Schwamm  zerfließend,  wenn  es  keinen  Mut
mehr  hat;  ohne  Hoffnung  aber  gibt  es  keinen,  und  wie  nach
Bako  die  Hoffnung  dem  Uörper,  so  ist  sie  noch  mehr  dem
Staatskörper  gesund.  Was  heißt  ZKussichten  Deutschlands  oder
Europens?  Die  auf  ein  Jahr,  oder  auf  ein  Jahrhundert,
oder  ein  Jahrtausend,  oder  auf  die  ganze  Erdenzeit?  —  Man
darf  eben  keine  Seit  nennen  und  meinen,  sondern  nur  die
ewigen  Naturgesetze,  welche  ja  schon  hinter  uns  in  der  Ge—
schichte  thronen  und  reden..Cuch  sollen  Ideen  statt  Jahre
dienen,  und  Gott  jei  die  Ewigkeit.  Dann  fürchtet,  wenn  Ihr
könnt!  ..  .  Ihr  scheltet  die  Seit  klein?  Folglich  sagt  Ihr,
daß  sich  etwas  Großes  in  derselben  gezeigt,  was  den  Rest
zum  Zwerg  und  Tal  gemacht.  Es  entsteht  keine  verkleinerte
Zeit  ohne  eine  verkleinernde.  Die  echt-kleine  Seit  ist  die
Ebene  und  Stille,  die  sich  in  keine  Tiefen  und  höhen  geteilt.
  Freilich  kann  eine  Seit  sich  im  handeln  so  wenig
selber  als  groß  erfinden  als  ein  großer  Mann  sich  im
Unternehmen  einer  großen  Tat;  wie  könnte  dem  etwas  groß
erscheinen,  der'“s  eben  vermag  und  dem  es  leicht  und  tunlich
  ist  .  .  .  ber  inwiefern  gehört  dies  unter  die  versprochenen
  Doffnungen?  Insofern:  weil  jede  Kraft  zuletzt  die  fremde
stärkt  —  weil  die  Wettbahn  der  Kräfte  sich  auftut  —  weil
überhaupt  der  Mensch  sich  am  Menschen  ermannt,  —  weil
zum  Elück  sich  die  Größe  zwischen  Sieger  und  Besiegte  verteilte

Der  Krieg  ist  die  stärkende  Eisenkur  der  Menschheit,  und
zwar  mehr  des  Teils,  der  ihn  leidet,  als  des,  der  ihn  führt.
Ein  Kriegsstoß  weckt  die  Kräfte  auf,  die  das  lange  Nagen
der  täglichen  Sorgen  durchfrißt.  Im  SFrieden  kriecht  der
Bürger  so  leicht  mit  weicher  Schlaffheit  durch  und  deckt  sich
gegen  die  Gefahren,  wie  gegen  die  Bomben,  nur  durch  Wegheben
  des  Steinpflasters  und  des  hohen  Daches  und  durch
Kusbreiten  des  weichen  Düngers;  aber  der  Krieg  fordert
den  waffenlosen  Bürger  zum  Swelkampfe  mit  der  Übermacht
und  Gesetzlosigkeit  beraus;  er  verlangt  jede  Minute  ein
Männerherz  und  ein  Männerauge  und  verpanzert  mit  den

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