lieben,  außer  also,  daß  er  es  aufnehme  in  die  Ewigkeit
seines  Glaubens  und  seines  Gemüts  und  es  anknüpfe  an
diese.  Wer  nicht  zuvörderst  sich  als  ewig  erblickt,  der  hat
überhaupt  keine  Liebe,  und  kann  auch  nicht  lieben  ein  Daterland,
  dergleichen  es  für  ihn  nicht  gibt.  Wer  zwar  vielleicht
sein  unsichtbares  Leben,  nicht  aber  eben  also  sein  sichtbares
Leben,  als  ewig  erblickt,  der  mag  wohl  einen  himmel  haben,
und  in  diesem  sein  Vaterland,  aber  hienieden  hat  er  kein
Vaterland,  denn  auch  dieses  wird  nur  unter  dem  Bilde  der
Ewigkeit,  und  zwar  der  sichtbaren  und  versinnlichten  Ewigkeit
  erblickt,  und  er  vermag  daher  auch  nicht  sein  Vaterland
zu  lieben.  Ist  einem  solchen  keines  überliefert  worden,  so
ist  er  zu  beklagen;  wem  eins  überliefert  worden  ist,  und
in  wessen  Gemüte  himmel  und  Erde,  Unsichtbares  und  Sichtbares
  sich  durchdringen,  und  so  erst  einen  wahren  und  gediegenen
  Himmel  erschaffen,  der  kämpft  bis  auf  den  letzten
Blutstropfen,  um  den  teuren  Besitz  ungeschmälert  wiederum
zu  überliefern  an  die  Solgezeit.  ..  .

Unsere  ältesten  Dorfahren  und  alle  andre  in  der  Weltgeschichte,
  die  ihres  Sinnes  waren,  haben  gesiegt,  weil  das
Ewige  sie  begeisterte,  und  so  siegt  immer  und  notwendig  diese
Begeisterung  über  den,  der  nicht  begeistert  ist.  Richt  die
Gewalt  der  Arme,  noch  die  Tüchtigkeit  der  Waffen,  sondern
die  Kraft  des  Gemüts  ist  es,  welche  Siege  erkämpft.  Wer
ein  begrenztes  Siel  sich  setzt  seiner  Kufopferungen,  und  sich
nicht  weiter  wagen  mag,  als  bis  zu  einem  gewissen  Punkte,
der  gibt  den  Widerstand  auf,  sobald  die  Gefahr  ihm  an
diesen  durchaus  nicht  aufzugebenden,  noch  zu  entbebrenden
Dunkt  kommt.  Wer  gar  kein  Siel  sich  gesetzt  hat,  sondern
alles,  und  das  höchste,  was  man  hienieden  verlieren  kann,
das  Leben,  daransetzt,  gibt  den  Widerstand  nie  auf  und  siegt,
so  der  Gegner  ein  begrenztes  Siel  hat,  ohne  Sweifel.  Ein
Volk,  das  da  fähig  ist,  sei  es  auch  nur  in  seinen  höchsten
Stellvertretern  und  Knführern,  das  Gesicht  aus  der  Geisterwelt:
  Selbständigkeit,  fest  ins  Kuge  zu  fassen,  und  von  der
Liebe  dafür  ergriffen  zu  werden,  wie  unfre  ältesten  Dorfahren,
  siegt  gewiß  über  ein  solches,  das  nur  zum  Werkzeuge

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