stemder  herrschsucht  und  zu  Unterjochung  selbständiger  Dölker
gebraucht  wird.

Das  Dolk  der  Deutschen  darf  nicht  untergehn.

Alle  Seitalter,  alle  Weise  und  Gute,  die  jemals  auf
dieser  Erde  geatmet  haben,  alle  ihre  Gedanken  und  Ahnungen
eines  höhern  umringen  euch,  und  heben  flehende  hände  zu
euch  auf;  selbst,  wenn  man  so  sagen  darf,  die  Dorsehung  und
der  göttliche  Weltplan  bei  Erschaffung  eines  Menschengeschlechts,
  der  ja  nur  da  ist,  um  von  Menschen  gedacht  und
durch  Menschen  in  die  Wirklichkeit  eingeführt  zu  werden,
beschwöret  euch,  seine  Ehre  und  sein  Dasein  zu  retten.  Ob
jene,  die  da  glaubten,  es  müsse  immer  besser  werden  mit
der  Menschheit,  und  die  Gedanken  einer  Ordnung  und  einer
Würde  derselben  seien  keine  leeren  Träume,  sondern  die
Weissagung  und  das  Unterpfand  der  einstigen  Wirklichkeit,
recht  behalten  sollen,  oder  diejenigen,  die  in  ihrem  Tier=  und
Dflanzenleben  hinschlummern,  und  jedes  Kuffluges  in  höhere
Welten  spotten:  —  darüber  ein  letztes  Endurteil  zu  begründen,
  ist  euch  anheimgefallen.  Die  alte  Welt  mit  ihrer  Derrlichkeit
  und  Größe,  sowie  mit  ihren  Mängeln,  ist  versunken,
durch  die  eigne  Unwürde  und  durch  die  Gewalt  eurer  Däter.
Ist  in  dem,  was  in  diesen  Reden  dargelegt  worden,  Wahrheit,
  so  seid  unter  allen  neueren  Dölkern  ihr  es,  in  denen
der  Keim  der  menschlichen  Dervollkommnung  am  entschiedensten
  liegt,  und  denen  der  Vorschritt  in  der  Entwicklung  derselben
  aufgetragen  ist.  Gehet  ihr  in  dieser  eurer  Wesenheit
zugrunde,  so  gehet  mit  euch  zugleich  alle  hoffnung  des  gesamten
  Menschengeschlechts  auf  Rettung  aus  der  Tiefe  seiner
Übel  zugrunde.  (Kus  den  „Reden  an  die  deutsche  Nation“.)

Bis  zum  Beginn  des  Krieges.

Km  22.  Januar  verließ  Könlg  FSriedrich  Wilhelm  III  Potsdam,
wo  er  sich  nicht  mehr  sicher  fühlte,  und  begab  sich  in  das  von  den
#ranzosen  unbesetzte  Schlesien  nach  Breslau.  Der  französische  Gesandte
  St.  Marsan  ging  mit,  und  noch  immer  wußte  Hardenberg
den  Schein  zu  wahren.  Zber  bald  folgten  Schlag  auf  Schlag  die

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