er  heimlich  mit  Hardenberg  zusammen.  Dieser  erzählte  lhm  von
den  VDorgängen,  die  der  Zbreise  des  Königs,  am  22.  Januar
1813,  vorausgegangen  waren.  von  Boyen  berichtet:

Den  Staatskanzler  fand  ich  bei  unserer  ersten
nächtlichen  Susammenkunft  ganz  ungewöhnlich  von  dieser  unentschiedenen
  Lage  und  den  dadurch  möglichen  Unfällen  er.
griffen;  er  erzählte  mir  mit  der  höchsten  Bewegung,  daß
er  bei  einem  Dortrage  in  Charlottenburg,  nachdem  er  alle
seine  Gründe,  um  den  König  zu  einem  Entschluß,  er  möge
sein,  welcher  er  wolle,  zu  bringen,  vergeblich  erschöpft  hatte,
fortgerissen  von  der  Größe  des  Zugenblicks  vor  dem  König
auf  die  Knie  gefallen  sei  und  seine  hand  mit  Tränen  bedeckt
habe,  ohne  indes,  obgleich  der  König  auch  bewegt  worden  sei,
von  ihm  einen  festen  Entschluß  erhalten  zu  können.  Späterhin
  habe  ich  noch  aus  ganz  sicherer  Quelle  erfahren,  daß,
nachdem  diese  Unentschlossenheit  des  Königs  auch  nach  dem
so  entscheidenden  Schritte  des  Generals  Dorck  dieselbe  blieb
und  alle  eingehenden  Regierungsberichte  die  steigende  Unzufriedenheit
  in  den  Drovinzen  bezeichneten,  der  Staatskanzler
eigentlich  die  Kbreise  des  Königs  herbeigeführt  hat.  Er  ließ
zuerst  durch  seine  Doppelspione  dem  französischen  Generalkommando
  in  Berlin  die  Besorgnis  vor  einem  nächtlichen
Überfall  einflößen,  und  als  dieses  nun  dadurch  Dorkehrungen
durch  nächtliches  Jusammenrücken  der  Truppen  und  ZKusstel.
lung  von  Zußenposten  auch  auf  dem  Wege  nach  DPotsdam
traf,  wurde  in  jener  Stadt  wiederum  mit  einiger  Wahrscheinlichkeit
  das  Gerücht  ausgesprengt,  daß  die  Sranzosen  eine
nächtliche  Expedition,  um  sich  des  Königs  zu  bemächtigen,
beabsichtigten;  dies  beschleunigte  die  Kbreise  nach  Breslau.

(von  Boyen,  Denkwürdigkeiten.)

Uapoleon  an  den  Kaiser  Franz  l.  von  Esterreich.
Fontainebleau,  25.  Januar  1813.

..  Uieine  Truppen  sind  in  Bewegung.  Ganz  Frankreich
steht  in  Waffen,  und  Ew.  Majestät  können  sich  darauf  verlassen,
  daß  ich,  sobald  die  gute  Jahreszeit  kommt,  mit  Gottes
hilfe  die  Russen  schneller  verjage,  als  sie  gekommen  sind
Eure  Moajestät  sind  von  der  Affäre  des  Generals  Dorck  unter-111

