Breslau  und  ganz  in  meiner  Uähe.  Jahn  bewohnte  den  goldenen
  Zepter,  einen  Gasthof  in  der  nämlichen  Straße,  wo  ich
wohnte;  wenige  häuser  von  mir  entfernt  war  das  Jahnsche
Werbehaus,  so  wie  meine  Wohnung  das  für  die  Detachements.
Es  war  natürlich,  daß  ein  solches  Freikorps  etwas  sehr
Anziehendes  für  die  Jugend  hatte;  das  dichterisch  Kühne
konnte  sich,  wie  man  voraussetzte,  hier  entschiedener  äußern;
es  war  die  feurige  Lyrik  des  Krieges,  wie  sie  auch  später
in  Körners  Gedichten  erschien  und  in  allen  Gegenden  Deutschlands
  die  Gemüter  erregte.  Gewiß,  es  war  seine  herrliche
durch  seine  sittliche  Freiheit  den  ganzen  Krieg  veredelnde
und  stärkende  Gesinnung,  welche  durch  die  Bildung  dieses

Korps  und  seine  späteren  Taten  laut  wurde.
(Steffens,  Was  ich  erlebte.)

Schüler  des  Gymnasiums  zum  Grauen  Kloster  in
Berlin  als  Kriegsfreiwillige.

Der  Berliner  Buchhändler  Gustav  Parthey  erzählt  in  seinen
Jugenderinnerungen:

Es  gingen  im  Hebruar  1813  aus  dem  Gymnasium  vom
Grauen  Kloster  zum  heere:

Von  45  Drimanern  30
„  55  Sekundanern  32
„  54  Großtertianern  18
„  57  Kleintertianern  13

Kus  den  übrigen  Klassen  11
Uach  Ostern  folgten  nach  21
134
Davon  kehrten  nur  17  in  ihre  Klassen  zurück,  viele
blieben  beim  heere  oder  gingen  zur  Universität,  zehn  waren
im  Kampfe  gefallen,  zwei  waren  vermißt.
Im  Jahre  1815  gingen  wieder  64  Schüler  zum  heere,
so  daß  das  Graue  Kloster  zu  den  beiden  Freiheitskämpfen  200
Mitstreiter  gestellt  hatte.

Dreußen  und  Gsterreicher  bei  Beginn  der  Erhebung.

General  von  Bonen  erzählt:  Der  Kontrast  des  National.
ausdruckes  im  csterreichischen  und  Hreußischen,  der  an  und  für

Die  Befrelung.  129