Gefahr  bei  Tag  und  Nacht  den  Feind  vertilgen  kann:  denn
der  Räuber  und  Überzieher  hat  in  seinem  Lande  nichts  zu
tun  ...  (Arndt,  Was  bedeutet  Landsturm  und  Landwehr?)

Aus  dem  Landsturmlied  von  Max  von  Schenkendorf.

März  1813.

Die  Feuer  sind  entglommen

auf  Bergen  nah  und  fern,

ha,  Windsbraut,  sei  willkommen,

willkommen  Sturm  des  herrn!

Ozeuch  durch  unfre  Felder

und  reinige  das  Land,

durch  unfre  Tannenwälder,

du  Sturm,  von  Gott  gesandt!

Das  Land  ist  aufgestanden  —
ein  herrlich  Osterfest  —

ist  frei  von  Sklavenbanden,
die  hielten  nicht  mehr  fest.
Beschritten  ist  der  Grenze
geweihter  Sauberkreis,

nicht  mehr  um  Eichenkränze
ficht  Jüngling  nun  und  GEreis.
Uun  gilt  es  um  das  Leben,
es  gilt  ums  höchste  Gut,

wir  setzen  dran,  wir  geben
mit  Freuden  unser  Blut

Wie  die  Landwehr  in  den  Streit  ziehen  soll.

Der  Krieg,  der  nicht  für  Raub  und  Eroberung  geführt
wird,  sondern  für  das  Daterland  und  für  die  Freiheit,
ist  ein  heiliger  Krieg,  und  die  Menschen  müssen  also  ihre
herzen  und  Gedanken  zu  Gott  und  zum  Himmel  erheben;  denn
durch  Frömmigkeit  und  Treue  allein  werden  sie  die  Derruchtheit
  und  Treulosigkeit  besiegen.

Wenn  also  der  Landsturm  die  GElocken  läutet  gegen  den
Feind  und  auszieht,  so  soll  das  große  Werk  mit  Gottesdienst
und  Gebet  begonnen  werden,  denn  die  herzen  gehen  desto
mutiger  in  den  Streit.

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