ziehen,  sich  erkennen  mögen.  Da  sind  neben  dem  Zeichen  jeder
Landschaft  zwei  Zeichen  die  besten:  erstlich  ein  Kreuz,  woran
ein  Schwert  hängt;  das  Kreuz  weist  auf  die  heiligkeit  der
Sache,  das  Schwert  auf  den  Rachekrieg  gegen  die  fremden
Unterdrücker,  —  zweitens  ein  bloßes  Schwert  mit  Eichenblättern:
  Eichenlaub  war  weiland  der  Lorbeerkrauz  der  freien
Deutschen,  die  Eiche  ist  Deutschlands  rechter  Baum,  das  Schwert
bedeutet  Krieg  gegen  die  Fremdlinge.
(Arndt,  Was  bedeutet  Landsturm  und  Landwehr?)

Aus  Arndts  Katechismus
für  den  deutschen  Wehrmann.

Don  Sreiheit  und  Daterland.

Und  es  sind  elende  und  kalte  Klügler  aufgestanden  in
diesen  Tagen,  die  sprechen  in  der  Richtigkeit  ihrer  herzen:

Daterland  und  Freiheit,  leere  Namen  ohne
Sinn,  schöne  Klänge,  womit  man  die  Einfältigen
betört!  Wo  es  dem  Menschen  wohlgeht,  da  ist  sein
Daterland,  wo  er  am  wenigsten  geplagt  wird,  da
blüht  seine  Freiheit.

Diese  sind  wie  die  dummen  Tiere  nur  auf  den  Bauch
und  auf  seine  Eelüste  gerichtet  und  vernehmen  nichts  von
dem  Wehen  des  himmlischen  Geistes.

Sie  grasen  wie  das  Dieh  nur  die  Speise  des  Tages,  und
was  ihnen  Wollust  bringt,  deucht  ihnen  das  Einziggewisse.

Darum  heckt  Lüge  in  ihrem  eitlen  Geschwätz,  und  die
Strafe  der  Lüge  brütet  aus  ihren  Lehren.

Kuch  ein  Tier  liebet;  solche  Menschen  aber  lieben  nicht,
die  Gottes  Ebenbild  und  das  Siegel  der  göttlichen  Dernunft
nur  äußerlich  tragen.

Der  Mensch  aber  soll  lieben  bis  in  den  Tod  und  von
seiner  Liebe  nimmer  lassen  noch  scheiden.

Das  kann  kein  Tier,  weil  es  leicht  vergisset,  und  kein
tierischer  Mensch,  weil  ihm  Genuß  nur  behagt.

Darum,  o  Mensch,  hast  du  ein  Daterland,  ein  heiliges
Land,  ein  geliebtes  Land,  eine  Erde,  wonach  deine  Sehnsucht
ewig  dichtet  und  trachtet.

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