sich  nicht  zum  Instrument  machen  lassen.  Es  wäre  von  Ihnen
eine  törichte  Demut,  wenn  Sie  nicht  den  Feldherrnstab  und
die  freieste  Wirksamkeit  forderten;  es  ist  die  Seit,  wo  solche
Männer  nicht  für  sich,  sondern  für  das  Dolk  vortreten  müssen;
da  ist  Bescheidenheit  nicht  an  der  Stelle  .  Wagen  Sie
und  kapitulieren  um  Gotteswillen  nicht  auf  kleine  Bedingungen
  mit  der  Mittelmäßigkeit.  Wer  nicht  hoch  zu  herrschen
wagt,  wird  dienen  müssen:  das  gilt  auch  von  den  Ulönigen,
und  von  ihnen  am  meisten.

Gneisenau  an  den  Obersten  von  Dörnberg.

Wilhelm  Kaspar  Ferdinand  von  Dörnberg,  geb.  1768,  hatte
1800  einen  Handstreich  auf  Uassel  versucht  und  wurde  geschlagen;
er  trat  in  das  Freikorps  des  Herzogs  von  Braunschweig-Ols.  Am
Fl-  Kpril  1813  schlug  er  das  französische  Korps  Morand  bei  Lüneurg.



Eneisenau  war  endlich  als  Generalmajor  und  zweiter  Eeneralquartiermeister

  dem  Blücherschen  Norps  zugeteilt.

Mitte  März.

Nie,  mein  edler  Freund,  hat  es  einen  glücklicheren  Sterb.
lichen  gegeben.  Ich  befinde  mich  auf  dem  Marsche,  um  endlich
gegen  unsere  Unterdrücker  fechten  zu  dürfen.  Wir  kommen
mit  den  schönsten  Truppen  an.  Wir  bringen  7000  Mann
der  besten  Reiterei.  Jedesweden  herz  ist  hochgestimmt.  Mein
munterer  Feldherr  Blücher]  ist  neu  begeistert.  Scharnhorst,
unser  erster  Generalquartiermeister,  leitet  uns.  Kn  der  Spitze
der  Brigaden  und  Regimenter  sind  tüchtige  Leute;  der  Soldat
ist  schlagfertig  und  erbittert.  Als  unsere  Kavallerie  von
Breslau  abzog,  flog  in  derselben  Richtung  ein  Schwarm
Krähen.  Hal  sagten  die  Soldaten,  diesen  Krähen  hat  das
Franzosenblut  gut  geschmeckt;  sie  kommen  uns  nach,  um
noch  mehr  davon  zu  fressen.

Daterlandslied.

Der  Gott,  der  Eisen  wachsen  ließ,
der  wollte  keine  Knechte,
drum  gab  er  Säbel,  Schwert  und  Spieß
dem  Mann  in  seine  Rechte,

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