künftigen  Wohlergehens  vormalt,  das  wir  zu  gewinnen  hoffen:
  sondern  dieses  darf  uns  hier  nur  das  zweite  sein  und
letzte.  Und  tritt  uns  dennoch  dieser  Gegensatz  immer  vor
Augen:  so  laßt  uns  ihn  so  wenden,  daß  wir  fühlen,  wie  der
Prophet  es  uns  vorhält,  daß  im  einzelnen,  noch  mehr  aber
im  großen,  der  Wechsel  der  Schicksale  abhängt  von  dem
Steigen  und  Sinken  des  inneren  Wertes.  Ja  ganz  von  dieser
Seite  unserer  Würdigkeit  vor  Gott  laßt  uns  die  große  Ver—
änderung  hier  betrachten.  Über  beides  dazu  gehörige,  nämlich
erstlich,  welches  denn  in  dieser  hinsicht  ihr  eigentlicher  In—
halt  und  ihr  wahres  Wesen  sei,  und  zweitens,  wozu  wir
uns  deshalb  müssen  aufgefordert  fühlen,  können  uns  diese
Worte  richtig  leiten.

I.  Um  richtig  aufzufassen,  was  die  Hhauptsache  sei  in
der  großen  Deränderung  unseres  bürgerlichen  Sustandes,
  welche  durch  die  Erklärung  dieses  Krieges  beginnt,
müssen  wir  zurückgehn  auf  eine  ältere,  uns  allen  wohl
bekannte,  und  von  einem  großen  Teile  von  uns  noch  selbst
erlebte  Seit,  als  wir  nach  einem  tiefen  Derfall  und  nach
schrecklicher  Derheerung,  welche  diese  Länder  betroffen,  durch
die  Anstrengungen  mehrer  weiser  und  strenger  Regenten,  durch
zweckmäßige  Benutzung  der  Ereignisse,  durch  glücklich  geführte
  Kriege,  am  meisten  aber  durch  einen  in  dem  Volke
selbst  sich  bildenden  edlen  und  freien  Geist  des  Rufstrebens,
ein  Dolk  und  Königreich  wurden,  von  welchem  die  ganze  Welt
sah,  der  herr  wolle  es  bauen  und  pPflanzen,  und  habe  verheißen,
  ihm  Gutes  zu  tun.  Und  plötzlich  genug  für  alle  die,
welchen  das  allmähliche  Wachsen  weniger  bemerklich  wird,
fanden  wir  uns  auf  diesem  GEipfel.  Kber  auch  allmählich
und  indem  wir  noch  lange  höher  zu  steigen  wähnten,  glitten
wir  abwärts,  und  stürzten  dann  ebenso  plötzlich  hinunter.
Denn  wir  begannen  auf  unsere  Stärke  zu  pochen,  auf  die
Hurcht  uns  zu  verlassen,  welche  wir  andern  Dölkern  einflößen
  könnten,  und  so  sollte  uns  ohne  Anstrengung  der
eignen  Kraft,  ohne  eigne  gottgefällige  Werke  die  Machwirkung
des  alten  Ruhms  immer  höher  tragen;  wir  wurden  der
Mann,  der  Sleisch  für  seinen  Arm  hält  und  dessen  herz  von

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