mußten  auflodern  und  dann  gewissermaßen  zum  Signal  für
Uapoleons  Kufenthalt  dienen.  Wie  bei  der  Tafel,  war  auch
hier  nur  Berthier  sein  Gesellschafter;  selten  andere.  Alles
stand  in  einiger  Entfernung  ehrfurchtsvoll  im  halbkreise  oder
suchte  sich  gleich  einer  Marschallstafel  ein  Marschallswachtfeuer
anzuschüren.  Im  tiefen  Nachdenken  oder  mit  Berthier  im
Zwiegespräch  ging  dann  Napoleon  auf  und  nieder  und  harrte
auf  den  fernen  Donner  des  Geschützes  oder  andere  Anzeichen
seiner  Generale.  Wenn  ihm  die  Seit  lang  ward,  schnupfte
er  Tabak  oder  machte  sich  wenigstens  mit  den  Füßen  irgend
etwas  zu  schaffen.  Er  schnellte  die  nächsten  klieselsteine
von  sich  oder  die  Holzspäne  ins  Feuer.  Rie  konnte  er  untätig
sein.  —  —

Die  rastlose  Tätigkeit  des  Kaisers  selbst  hielt  den
Ersten  wie  den  Geringsten  in  Odem.  Uapoleon  arbeitete  mit
einer  unglaublichen  Leichtigkeit  und  Übersicht.  Die,  so  um  ihn
waren,  sprachen  mit  Erstaunen  von  dem  gedankenreichen,
sostematischen  Gange  derjenigen  Zbhandlungen,  Vorschriften
und  Zufsätze,  die  er  seinen  Sekretären  und  Zdjutanten  oft
im  Susammenhange  vieler  Seiten  diktierte.  Es  geschah,  wenn
ein  Kurier  ihn  auf  dem  Marsche  traf,  daß  er  anhalten  ließ,
und  entweder  Caulincourt  oder  Berthier  sogleich  sich  auf
den  Boden  setzen  und  die  Befehle  niederschreiben  mußten,
die  er  ihnen  an  die  Korps--Kommandanten  diktierte.  Es
wurden  nun  sofort  alle  Offiziere  versendet,  so  daß  er  fast
keinen  mehr  bei  sich  behielt.  Ehe  die  erwarteten  Nachrichten
von  seinen  Generalen,  vielleicht  von  einem  wahrscheinlichen
Gefecht,  eingingen,  war  er  in  einer  quälenden  Unruhe  und
ließ  mitten  in  der  Nacht  einen  oder  mehrere  seiner  Krbeiter
im  Kabinett  wecken.  „Que  tout  le  monde  s'éveille!“  (AKlles  soll
aufstehn  !)  schrie  er.  Dies  war  immer  ohngefähr  um  1  oder
2  Uhr  nach  Mitternacht;  denn  er  pflegte  während  des  Feldzugs
  sehr  zeitig,  nach  8  Uhr  oder  um  9  Uhr,  sobald  er  gespeist
hatte,  sich  niederzulegen.  Sein  Feldbette  wurde  auf  Mauleseln
mitgeführt,  wo  keine  förmliche  Einrichtung  stattfand,  aufgeschlagen,
  sobald  sein  Simmer  eingerichtet  war.  Zußerst
selten  schlief  er  am  Tage  eine  Stunde;  vielleicht  dann  nur,

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