Markersdorf,  wo  Duroc  blieb;  bei  Reichenbach  und  späterhin
bei  dem  sogenannten  sächsischen  Reiter,  zwischen  Bischofswerda
  und  Bautzen,  bemerkt.  Hier  ist  von  den  Kosaken  ein
französischer  Munitionstransport  von  mehr  als  70  Wagen,
welcher  damals  der  Krmee  von  der  größten  Wichtigkeit  war,
überrumpelt  und  in  die  Luft  gesprengt  worden.  Man  sah
sehr  deutlich,  wie  sehr  Napoleon,  welcher  am  folgenden  Uage
auf  dieser  Straße  marschierte,  durch  den  Rapport  des  Offiziers,
der  ihm  die  Umstände  auseinandersetzte,  verstimmt  wurde.
Bei  den  ersten  Trümmern,  auf  die  er  am  Kusgange  des
holzes  stieß,  setzte  er  sein  Pferd  in  Galopp  und  jagte  seitwärts
  der  Straße  fort.  Währenddessen  kam  ein  kleiner  Hund
auf  ihn  los  und  bellte  sein  Pferd  an.  Dies  machte  ihn  so
wild,  daß  er  das  DHistol  herauszog  und  den  hund  totschießen
wollte.  Das  Distol  versagte  aber,  und  er  warf  es  im  Sorn
weit  von  sich  weg.  Rustan,  welcher  die  Zufsicht  darüber
hatte,  mußte  herbeieilen,  um  es  aufzuheben  und  wieder  instandzusetzen.
  Klles  ging  aber  im  völligen  Galopp,  und  ohne
ein  Wort  zu  verlieren,  vorüber

Sehr  oft  sah  man  ihn  auch  heitern  Gesichts,  und  unterwegs
  sang  oder  sprach  er  sogar  im  Rezitativ  einige  italienische
Worte;  unterhielt  sich  auch  mit  dem  Drinzen  von  Neuchätel,
einem  der  Marschälle  oder  dem  König  von  Rom  [Eugen  Beauharnais],
  wenn  dieser  zugegen  war.  Bei  heiterer,  ruhiger
Stimmung  hatte  sein  Ton  etwas  sehr  Eefälliges  und  Sutrauliches
  gegen  seine  Feldherren.  So  rief  er  selbst  ganz
freundlich:  Berthier  —  oder  grand  Mortier!  (weil  Mortier  als
Hlügelmann  jeder  Garde  hätte  auftreten  können);  aber  einen
ganz  andern  Ton  nahm  er  im  Dienst  an.  Dann  hieß  es  —  Le
Prince  de  Neuchätel  oder  Le  Duc  de  Trevisel!

Seine  Kussprache  war  kurz  und  wegen  mancher  verhallenden
  Worte  oft  unverständlich.  So  war  eine  gewöbnliche
Frage,  die  er  fast  an  jeden  Soldaten  tat,  welcher  irgendein
Gesuch  hatte,  ihm  empfohlen  wurde  u.  dgl.:  Combien  do  service?
  (Wieviel  Dienstjahre  ?).  Eine  andere,  wenn  er  sich
vielleicht  in  einer  Gegend  orientieren  und  die  Größe  oder
Wichtigkeit  eines  Ortes  bei  seinen  Unternehmungen  beurteilen

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