wollte,  war:  Combien  d'ici  à  N.7  —  quelle  population?  (Wie
weit  ist's  von  hier  nach  MU.  —  wie  stark  ist  die  Bevölkerung?)
Er  heftete  seinen  Blick  stets  auf  den,  der  mit  ihm  sprach,  gleichsam,
  als  ob  er  ihn  durchschauen  und  seine  Gedanken  ergründen
wollte.  Die  Antworten  konnten  nicht  schnell  genug  erfolgen,
und  deswegen  mochte  es  ihn  oft  verdrießen,  daß  er  sich  alles,
was  nicht  französisch  oder  italienisch  war,  verdolmetschen
lassen  mußte.  Diele  Leute  sind  in  der  irrigen  Meinung  gewesen,
  daß  er  Deutsch  verstanden  und  sogar  etwas  gesprochen
  habe;  ich  habe  aber  nicht  die  geringste  Spur  davon
bemerkt  und  kann  versichern,  daß  es  nicht  der  Fall  gewesen
ist.  Bei  den  unbedeutendsten  Antworten  oder  Kussagen  gemeiner
  Leute,  denen  Napoleon  Fragen  vorlegte,  wollte  er
gern  sogleich  den  Sinn  enträtseln,  und  ungeduldig  unterbrach
er  dann  den  Dolmetscher  durch  ein  qu'est-ce  qu’il  dit?  in
einem  halb  rauhen,  halb  schneidenden  Baßtone.  Doch  ließ  er
sich  die  Derzögerung,  welche  das  ÜUbersetzen  verursachte,  eher
gefallen,  als  wenn  jemand,  der  schlecht  Französisch  sprach,
mit  ihm  radebrechen  wollte.  Gemeiniglich  unterbrach  er  einen
solchen  und  befahl  ihm,  Deutsch  zu  reden.  Km  sonderbarsten,
oft  komisch,  war  seine  Kussprache  der  deutschen  Orte,  deren
Uamen  man  eher  aus  den  Umständen  oder  der  Lage  erraten
als  verstehen  konnte.  So  zischte  oder  polterte  er  anstatt:  Seitz
—  Siß;  anstatt  Weißenfels  oder  Weißig  —  Wisseniß;  anstatt
Teplitz  —  Uilpsit;  anstatt  Klix  —  Klisch;  anstatt  Hochkirch  —
Ohghirsch.  Uur  selten  fand  man  einen  Offizier  der  höheren
Grade,  der  einige  Fertigkeit  im  Deutschen  erlangt  hatte;  die
hauptmasse  verstand  sehr  wenig  oder  gar  nichts  davon.
(von  Odeleben,  Napoleons  Feldzug  in  Sachsen  1813.)

Dom  TLandsturm.
„Der  Hreußische  Correspondent“  Ur.  8  vom  14.  Kpril  1813.
Km  Sonnabend  (den  10.  AQpril)  waren  fünfhundert  Franzosen
  über  die  Elbe  gekommen,  und  sind  aufs  neue  von  den
Bauern  zurückgejagt  worden.  Als  in  denselben  Tagen  ein
Klarm  in  der  Ukermarck  war,  zog  alles  rüstig  aus,  und  trieb
die  Feinde  nach  Stettin  zurück.  Ein  Reisender  fand  zu  Templin

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