Der  König  hatte  nicht  Seit  aufzustehen,  er  blieb  daher
im  Bett  liegen,  als  der  Kaiser  hereintrat  und  sich  neben
demselben  niedersetzte.  Ich  blieb  mit  dem  Lichte  in  der  hand
an  der  Tür  stehen.  Die  Konversation  wurde  französisch  geführt.
  Der  Kaiser,  in  sichtbarer  Beklommenheit,  mußte  dann
mit  allen  seinen  mir  schon  mitgeteilten  rgumenten  heraustreten,
  was  den  König  sichtbarlich  ergriff,  der  mit  einiger
heftigkeit  erwiderte:  „Das  kenne  ich  schon;  wenn  wir  erst
anfangen  zu  retirieren,  so  werden  wir  bei  der  Elbe  nicht
aufhören,  sondern  auch  über  die  Weichsel  gehen,  und  auf
diese  Art  sehe  ich  mich  schon  wieder  in  Memel.“  Der  Kaiser
setzte  auseinander,  daß  die  Krmee  dadurch  ihren  Derstärkungen
entgegengehe,  und  was  dergleichen  mehr  war.  Der  König
wirklich  entrüstet,  entgegnete:  „Ich  mache  Ihnen  mein
Kompliment;  ich  muß  aufstehen“,  und  nötigte  so  den  Kaiser,
das  Simmer  zu  verlassen.  So  wie  er  hinaus  war,  sprang
der  König  aus  dem  Bette  und  ging  ans  Fenster,  ausrufend:
„Das  ist  ja  wie  bei  ZKuerstädt!“

(Graf  Henckel  von  Donnersmarck,  Erinnerungen.)

Blücher  nach  der  Schlacht  an  seine  Truppen.
3.  Mai  1813.

„Guten  Morgen,  Kinder!  —  dit  mal  hat  et  gut  gegangen!
de  Franzosen  sind  et  gewahr  geworden,  mit  wem  se  zu
duhn  hebben!  —  der  König  läßt  sich  bedanken  bei  euch!“
Bei  diesen  Worten  nahm  er  die  Feldmütze  ab  und  schwenkte
sie  über  seinem  ehrwürdigen  Haupte.  —  „Dat  DPulwer  is
alle!  darum  gehn  wir  zurück  bet  hinder  de  Elbe!  Da
kommen  mehr  Kamraden,  un  brengen  uns  wedder  Pulwer
un  Blei;  un  dann  gehn  wir  wedder  drup  up  de  Franzosen.
dat  se  de  Schwärnoth  kriegen!  —  Wer  nu  seggt  dat  wi
reteriren,  dat  is  en  hundsfott,  en  schlechter  Kerl!  guten
Morgen,  Kinder!“  Mach  Blasendorff,  Blücher.)

Gneisenau  über  den  Rheinbund.
Steffens  erzählt:  Von  den  gefangenen  Württembergern

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