Billig  und  gerecht  im  Urteil,  sanft  und  ruhig  in  alken
Verhältnissen  mit  andern,  freundlich,  herzlich  im  ganzen
Lebensumgange,  zart  und  edel  in  der  Empfindungsweise,
war  er  einer  der  liebenswürdigsten  Menschen,  die  den  Kreis
des  geselligen  Lebens  zieren.  Was  er  dem  Staate  gewesen
ist  und  dem  Dolke  und  der  ganzen  deutschen  Uation,  mögen
wenige  oder  viele  erkennen,  aber  es  wäre  unwürdig,  wenn
einer  davon  gleichgültig  bliebe  bei  dem  traurigen  Todesfall.
Es  müßte  keine  Wahrheit  und  keine  Tiefe  mehr  in  der  menschlichen
  Natur  sein,  wenn  dieser  Mann  je  von  denen  vergessen
werden  könnte,  die  ihm  nahe  standen,  ihn  verehrt  und  geliebt
haben.

Scharnhorst  der  Ehrenbote.
Wen  erlest  ihr  für  die  großen  Toten,
die  einst  ritterlich  fürs  deutsche  Land
ihre  Brust  dem  Eisen  boten?
Wen  erlest  ihr  als  den  rechten  Boten,
Eötter,  für  das  Schattenland?

Wer  ist  würdig,  solche  Mär  zu  bringen:
„AKufgestanden  sind  die  Söhne  Teuts,
Millionen  Stimmen  klingen:

Unfre  Schandeketten  sollen  springen!?
Kuch  der  Donner  klingts  des  Streits.“

Wer  mag  hermann  seine  Rechte  reichen
und  der  Däter  Angesichter  schaund
wahrlich  keine  von  den  bleichen
Seelen,  die  vor  jedem  Sturmwind  streichen,
die  zermalmte  schier  das  Eraun.

Nur  ein  held  mag  heldenbotschaft  tragen,
darum  muß  Eermaniens  bester  Mann,
Scharnhorst  muß  die  Botschaft  tragen:

Unser  Joch  das  wollen  wir  zerschlagen,
und  der  Rache  Tag  bricht  an.  E.  m.  Arndt

Theodor  Körner  nach  dem  Überfall  bei  Kitzen
am  17.  Juni  1813.
Der  Berliner  Buchhändler  Gustav  Partheg,  bei  dem  KRörner
im  Kugust  1813  zu  Gast  war,  erzählt:

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