nebeneinander  stehen  werden;  mir  scheint,  daß  einige  herren
die  Idee  haben,  durch  einen  zusammengesetzten  Rat  hinter
der  Gardine  alles  zu  leiten,  also  alle  Tollheiten  und  Schlech—
tigkeiten  von  früher  sollen  wieder  stattfinden.  Sie  werden
hier  lbei  der  schlesischen  Armee]  das  beste  Los  haben,  indem
alles  Erbärmliche  mit  nach  Böhmen  zieht  und  Sie  also  eigene
herren  bleiben.

Die  französische  Armee  nach  dem  Waffenstillstand.

Der  französische  General  Marbot  erzählt:  Wohl  sahen
unsere  französischen  Truppen  nach  vollendetem  Retablissement
  wieder  so  schön  aus  wie  kaum  zuvor,  aber  all  die  eben
erst  zur  Fahne  gekommenen  jungen  Soldaten  hatten  noch  kein
Dulver  gerochen  und  in  den  Reihen  der  alten  Mannschaft
machte  sich  noch  immer  der  Eeist  des  Mißmuts  fühlbar,  den
sie  aus  dem  unglückseligen  russischen  Feldzug  mitgebracht
hatte.  Die  äußerlich  so  herrlich  aussehende  Krmee  krankte
in  ihrem  innersten  Kern  und  war  in  diesem  Zugenblick  mehr
geeignet,  nur  gezeigt  zu  werden  als  ein  hebel  zum  Druck
auf  den  Frieden,  wie  um  Krieg  zu  führen  gegen  eine  mehr.
fache  Übermacht.

Ganz  besonders  hätte  die  Haltung  der  uns  verbündeten
Truppen  dem  Kaiser  zu  denken  geben  sollen.  Da  war  nichts
als  Schlaffheit,  Widerwillen,  Unzufriedenheit  und  der  Wunsch
zu  erkennen,  Gelegenheit  zu  finden,  sich  gegen  uns  zu  kehren.

(Memoiren  des  Generals  Marbot.)

Stein  an  die  Hrinzessin  Luise  von  Dreußen.
Reichenbach,  12.  August  1815.

Uapoleons  Wut  führt  sein  VDerderben  herbei,  er  ist  verblendet
  durch  Stolz,  Menschenverachtung,  die  Wut,  sich  am
Rand  des  Kbgrunds  zu  finden.  Möchten  wir  ihn  davon  verschlungen
  sehen,  zum  Beispiel  künftiger  GEeschlechter.  Sein
Fall  wird  eine  wohltätige  und  weise  Dorsehung  rechtfertigen,
deren  Finger  wir  in  allen  Ereignissen  unter  unsern  Zugen
erkennen  müssen;  denn  sicherlich  sind  es  nicht  die  Menschen
und  deren  Weisheit,  welche  sie  herbeigeführt  haben.

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