seit  den  letzten  Tagen  minder  hoffnungsvoll  lauteten.  Schon
am  Kbend  des  23.  jedoch  gingen  verworrene  Gerüchte  einer
bei  Großbeeren  vorgefallenen  siegreichen  Schlacht  durch  die
Stadt,  und  der  nächste  Morgen  brachte  die  freudige  Gewißheit,
  zugleich  mit  der  Aufforderung  an  die  Berliner,  sich  der
Verwundeten  anzunehmen  und  Lebensmittel  für  die  Truppen
herbeizuschaffen.

Von  dem  Eifer  und  der  Tätigkeit,  dem  Drängen  und
Treiben  in  Berlins  Straßen  infolge  dieser  Zufforderung
kann  man  sich  kein  Bild  machen.  Alles  schien  auf  der  Kuswanderung
  zu  sein,  jedes  vorhandene  Transportmittel  wurde
benutzt,  um  Speisen  und  Getränke  aller  Art  hinaus=  und  die
Blessierten  hereinzubringen.  Es  war  ein  Tag  der  Freude  und,
der  Hoffnung  auf  wiederkehrendes  Glück,  wie  wir  noch  keinen
erlebt  hatten.  Man  erblickte  nur  fröhliche  Gesichter,  selbst
die  Verwundeten,  deren  ich,  als  ich  nachmittags  der  Gegend
des  Schlachtfeldes  zuritt,  eine  große  Menge,  teils  zu  Suß,
teils  zu  Wagen,  ja  sogar  auf  Schubkarren,  begegnete,  sahen
heiter  und  jedenfalls  ganz  anders  aus,  als  ich  es  nach  verlorenen
  Schlachten  gesehen  hatte.  Die  einzige  Kusnahme  machten
  die  Gefangenen,  die  mir  in  langen  Sügen  entgegenkamen.
In  den  folgenden  Tagen  wurden  allerlei  kleine  Hestlichkeiten
veranstaltet;  auch  wir  hatten  am  29.  Zugust  eine  fröhliche
HLahrt  nach  dem  Dark  von  Schönhausen  unternommen.  Da
stürzten  plötzlich  mehrere  Landwehroffiziere  .  .  in  den  Garten,
  die  Machricht  von  dem  neuen  Siege  bei  Hagelberg  bringend,
den  sie  selbst  mit  erfochten.  Ueue  Hoffnungen  auf  die  Sukunft
  belebten  uns,  die  sich  nun  noch  steigerten,  als  wir  kurz
darauf  Blüchers  glänzenden  Sieg  an  der  kKatzbach  erfuhren.
Das  Mißgeschick  unserer  Krmee  vor  Dresden  dämpfte  freilich
bei  vielen  gleich  wieder  nur  allzusehr  diese  freudige  Stimmung,
die  indessen  durch  die  etwas  später  eintreffende  Uachricht  vom

Siege  bei  Kulm  aufs  neue  gehoben  wurde.
(Denkwürdigkeiten  aus  dem  Leben  des  Generals  von  Hüser.)

Die  Berliner  und  der  Magistrat  von  Berlin
nach  der  Schlacht  von  Eroßbeeren  am  25.  August  1813.

Reiche  erzählt:  Höchst  rührend  und  wahrhaft  herzerhebend
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