milie  nahm  einen  Derwundeten  mit  nach  Haus.  Diese  allein
durch  die  Nachlässigkeit  der  Behörden  veranlaßte  Einrichtung
hatte  aber  sehr  üble  Folgen,  indem  einerseits  die  Thirurgen
für  so  vereinzelte  Kranke  nicht  reichten,  und  andererseits  die
den  Wunden  so  oft  folgenden  Uervenfieber  durch  die  ganze
Stadt  verbreitet  wurden.  Uun  wurden  also  wieder  Cazarette
eingerichtet,  d.  h.  Strohsäcke,  Tische,  Töpfe,  Schüsseln,  Betten,
Stühle,  vom  ersten  bis  zum  letzten  Erfordernis,  ja,  bis  auf
Bindezeug  für  die  Chirurgen,  von  den  Bürgern  gefordert  ..  .
Es  kam  so  weit,  daß  die  Dorsteher  der  Anstalten  oder  der
Stadtkommandant  nur  anschlagen  ließen,  was  ein  neuangelegtes
  Hospital,  ein  eben  erwarteter  Transport  Derwundeter
  an  Suschuß  aller  Art  bedürfe  —  und  willig  und  unermüdlich
ward  von  allen  Seiten  das  Eeforderte  herangebracht
Tausendfache  Schikanen,  ja,  der  Undank  der  Soldaten  selbst,
die  oft  gar  nicht  ahnten,  daß  sie  freiwilliger  Milde  verdankten,
was  sie  vom  Staat  fordern  konnten,  setzten  dennoch  diesem
schönen  Eifer  keine  Grenzen,  ja  nicht  einmal  die  schnöden  Betrügereien,
  die  so  oft  die  besten  Swecke  vereitelten.  Ein
jeder  hat  in  dieser  Seit  etwas  getan  —  fast  alle  (ja,  gewiß  die
meisten),  was  sie  tun  konnten.  Zuszeichnen  wollte  und  konnte
sich  da  auch  niemand,  wo  vielleicht  auch  das  ärmste  Weib  täglich
  neben  dem  spärlichen  Mittagbrot  ein  Töpschen  für  irgendein
  Lazarett  ans  Feuer  setzte.  Damals  rühmte  sich  niemand
seiner  Wohltaten,  wie  sich  auch  keiner  ihrer  schämte.
(„Dor  hundert  Jahren.“  Erinnerungen  der  Gräfin  Schwerin.)

Die  Landwehrschlacht  bei  hagelberg
am  27.  August  1815.

Eine  französische  Hilfstruppe  unter  dem  Ceneral  Girard  zog
von  Magdeburg  aus  auf  Berlin.  Der  General  hHirschfeld  vernichtete
  dieselbe  in  dem  mörderischen  Treffen  von  hagelberg,
südwestlich  Berlin,  bei  Belzig.

von  der  Marwitz  über  die  Landwehrschlacht
von  hagelberg
(am  27.  Kugust  1813.)

Ein  Oberst  Bismarck  machte  den  ersten  Angriff  auf  die  französischen
  Feldwachen  mit  dem  6.  Kurmärkischen  Landwehr-Kavallerie=Regiment
  (Hriegnitzer  und  Ruppiner).

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