Der  Oberst  Bismarck  setzte  voraus,  daß  die  beiden  an—
deren  Regimenter  [3.  und  5.  Kurmärkisches  Landwehr-Kavallerieregimentl
  seine  Befehle  abwarten  würden,  wie  denn  auch,
da  alles  im  Trabe  war,  kaum  Seit  geblieben  wäre,  jeden
einzelnen  Befehlshaber  von  allem  im  voraus  zu  benachrichtigen.
  Zber  es  war  weder  der  ungestüme  Eifer  der  Truppen
gegen  einen  Feind,  den  jeder  Einzelne  aus  tiefster  Seele
haßte,  noch  der  Umstand  in  Rechnung  gebracht,  daß  sie
niemals  im  ganzen  geübt  worden  waren,  daß  es  ihnen  also
völlig  unbekannt  war,  es  könne  vor  ihnen  von  ihren  Waffengefährten
  etwas  getan  werden,  was  sie  nicht  sogleich  nachzutun
  verpflichtet  wären.  So  wie  das  6.  Regiment  aufmarschierte,
  folgte  das  5.  nach.  Ein  Trompeter  gab  unbefugterweise
  das  Signal  zum  Qufmarsch.  Zuch  das  -.  Regiment
  jagte  rechts  heraus.  In  einem  Zugenblick  waren  nicht
nur  die  drei  Regimenter  in  Cinie  aufmarschiert,  sondern  die
Linie  selbst  war  nicht  mehr  zu  halten.  In  wildem  Laufe
stürzte  sie  sich  auf  den  Feind.  Waren  unsere  Knführer  über
dieses  schnelle  Ereignis  in  Erstaunen,  so  verbreitete  es  Entsetzen
  unter  dem  ruhig  im  Lager  stehenden  Feind,  wohin  diese
Reiterei  in  ihrem  wütenden  Jagen  weit  eher  gelangte  als
die  Meldungen  der  schlecht  ausgesetzten  Dorposten.  Die  Heldwachen
  suchten  ihr  heil  in  übereilter  Flucht.  An  Gefangennehmen
  war  nicht  zu  denken;  was  man  erreichte,  wurde  niedergemacht.


Der  furchtbarste  Moment  der  Schlacht  trat  ein,  als  zwei
französische  Kolonnen  aus  dem  Dorfe  hagelberg  hervordrangen.

Der  Generalleutnant  hirschfeld  befahl  dem  Bataillon
Sschüschen,  die  eine  Molonne  anzugreifen;  der  Rittmeister  von
Seuner  führte  die  drei  Ichwadronen  des  dritten  Kurmärkischen
Landwehr-Kavallerieregiments  [Lebuser  und  Barnimer]  gegen
die  andere  .  .  Die  feindlichen  längs  den  Gartenmauern  von
Hagelberg  hinmarschierenden  Kolonnen  machten  Front.  Etwas
  näher  standen  zwei  Kanonen,  welche  das  Bataillon
Sschüschen  während  seines  Dordringens  nahm.  Die  Mitte
der  Angriffskolonne  führte  der  hauptmann  von  ückermann,
ein  Mann  von  über  50  Jahren,  sonst  Kavallerist,  aber  wegen

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