seines  lahmen  Armes  seit  20  Jahren  außer  Dienst.  Er  hatte
Haus  und  hof,  Weib  und  Kind  verlassen  und  war  in  den
ungewohnten  Fußdienst  getreten.  Sowie  er  stets  dem  Bataillon
  ein  Muster  der  treuen  und  eifrigen  Pflichterfüllung
gewesen  war,  so  leuchtete  er  ihm  hier  durch  seine  ruhige
Sassung  voran.  Er  kam  bis  auf  eine  geringe  Entfernung
von  dem  feindlichen,  mit  dem  Rücken  an  der  Steinmauer
stehenden,  und  heftiges  Feuer  gebenden  Karree.  hier  streckte
ihn  eine  Kugel  danieder.  Das  Bataillon  stutzte.  Der  Leutnant
  Wahlert,  der  hinter  ihm  den  Sug  führte,  sprang  vor,
nahm  seinen  Platz  ein,  rief  den  Wehrmännern  zu,  und  sie
schritten  vor;  der  Major  von  öschüschen  ließ  das  Gewehr
fällen,  und  so  trug  das  Bataillon  (Lebuser)  dem  feststehenden
  Heinde  die  eiserne  Garbe  in  die  Rippen.  Man  ward
handgemein.  Wie  aber  einige  handfeste  Oderbrücher  vom
Hlügel  die  Unbequemlichkeit  des  Bajonetts  durch  die  Erfahrung
  inne  wurden,  kehrten  sie  zuerst  das  Gewehr  um,  und
fingen  an,  durch  mächtige  Seitenhiebe  mit  der  Kolbe  immer
zu  drei  und  vier  Franzosengesichter  auf  einen  Streich  zu
zerschmettern.  Das  BZeispiel  wirkte,  alles  griff  zur  Kolbe,
die  hintersten  liefen  auf  die  Seiten  des  feindlichen  Karrees
und  keilten  so  die  ganze  Masse  immer  enger  gegen  die  Steinmauer.
  Den  Seind  ergriff  die  Todesangst.  Die  hinten  Stehenden
  fingen  an,  über  die  ganz  niedrige  Steinmauer  zu  steigen,
alle  wendeten  sich  ihnen  nach,  und  nun  wurde  das  Gemetzel
gefahrlos  für  die  Unfsrigen  und  desto  schrecklicher  für  den
Seind.  Klles  wurde  erschlagen  ...  Der  TLeutnant  Krause
von  diesem  Bataillon  geriet  in  einen  öweikampf  mit  einem
feindlichen  Offizier,  der  auch  erschlagen  wurde.  Überhaupt
wehrten  sich  die  Offiziere,  wie  sie  sahen,  daß  kein  Dardon
gegeben  wurde,  wie  Derzweifelte.  Man  sahe  einen,  dem  der
Degen  zertrümmert  war,  beide  Krme  auseinanderwerfen,
und  die  Brust  darbieten,  mit  dem  Suruf:  Percez-moi,  chien
prussien!  welches  auch  sogleich  geschah  ..  Die  alles  niedergemacht
  war,  war  das  Bataillon  öÖschüschen,  wie  die  Uatur
der  Sache  ergibt,  durcheinander  gekommen.  Ein  Ceil  folgte
nun  unter  dem  Major  von  öschüschen  dem  durch  die  Gärten

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