und  an  Cotta  und  Löbda  langsam  vorübermarschierte,  weiter
gegen  die  Straße  von  Sreiberg  vor.  Der  herabströmende
Regen  verbarg  den  Beobachtungen  der  Verbündeten  das  Gefährliche
  dieser  Diversion,  welche  sie  späterhin  um  die  Verbindung
  mit  den  Truppen  brachte,  die  zur  Deckung  der  Freiberger
Straße  bestimmt  waren,  und  von  denen  die  österreichische
Division  Meszko  in  Gefangenschaft  geriet.

Auf  dem  linken  Flügel  ging  nun  Mortier  [mit  der  Gardel
mit  Ernst  vor,  hatte  aber  auch  mit  den  größten  Schwierigkeiten
  zu  kämpfen.  Um  1  Uhr  ging  die  Nachricht  ein,  daß
Dandamme  die  Elbe  überschritten  habe  und  im  völligen  Dorrücken
  sei;  auch  gewahrte  man  vom  Turm  aus  das  Weichen
des  feindlichen  rechten  Flügels.  —  Die  Diovision  des  Seldmarschall--Leutnants
  Meszko,  welche  den  Dortrab  des  Klenauischen
  Korps  auf  der  Straße  von  Freiberg  gemacht  hatte,  war
nachmittags  zwischen  2  und  3  Uhr  von  der  Navallerie  des
Königs  von  UNeapel  und  namentlich  von  sächsischen  Kürassieren
  und  leichter  französischer  Reiterei  bei  Roßthal  angegriffen
  worden,  die  ihre  Dierecke  zersprengt  hatten.  Zuch
die  französische  Infanterie  machte  einige  Bataillone  zu  Ge—
fangenen.  Die  Esterreicher  waren  erschöpft,  standen  ohne
Derbindung  mit  der  übrigen  Krmee,  und  der  Regen  hatte
ihre  Gewehre  völlig  unbrauchbar  gemacht.

Dies  war  das  eine  hauptergebnis  der  Schlacht;  denn  es
fielen  der  französischen  Armee  durch  diese  Division  und  andere
Dersprengte  zwischen  16000—20000  Mann  lübertrieben  1#,
größtenteils  österreichische  Gefangene,  10  Ranonen  und  einige
Lahnen  in  die  hände.

Das  zweite  Ergebnis  war  der  Rückzug  des  gesamten  verbündeten
  heeres  nach  Böhmen.  Der  Kaiser  bemerkte  und  erfuhr
  beides  schon  nachmittags  gegen  3  Uhr,  als  der  Kanonendonner
  im  Mitteltreffen  nachließ,  und  der  König  von  Neapel
die  glücklichen  Angriffe  seines  Korps  berichtete.  In  diesem
Kugenblick  befand  sich  der  Kaiser  wieder  ebenso  ruhig,  als  ob
er  eine  Partie  Schach  spielte,  an  seinem  Wachtfeuer,  sandte
aber  nun  sogleich  den  Befehl  an  Dandamme,  daß  er  aus  der
Gegend  von  Uönigstein  gegen  die  Straße  nach  Böhmen  sauf

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