Teplitz]  vorrücken  solle.  Den  Regen,  der  ihn  und  alle  Welt
so  fürchterlich  durchnäßt  hatte,  und  den  Ritt  über  Strehlen
nach  der  Pirnaischen  Straße  hin  abgerechnet,  kam  er  fast  gar
nicht  aus  seiner  Gemächlichkeit  am  Wachtfeuer.  Er  nahm  mit
Berthier  einen  Imbiß  und  schien  alles  nur  so  im  Vorbeigehen
zu  besorgen.  Als  man  den  Feldmarschall-Leutnant  Meszko  verwundet
  zu  ihm  brachte,  ward  sogleich  Deranstaltung-  getroffen,
ihn  niederzusetzen  und  verbinden  zu  lassen.  Die  Arbeit  des
Tages  schien  dem  Kaiser  beendigt,  er  verlangte  nach  dem
Dferde;  aus  den  rmeln  und  von  dem  Schoße  des  grauen
Überrocks  troff  der  Regen,  und  die  Krempe  des  Huts  hing  über
den  Uacken  hinab.  So  zog  der  held  der  Schlacht,  der  Schrecken
verbreitende,  begleitet  von  dem  GEeneralstabe,  unter  dem
Sujauchzen  der  wilden,  zusammengedrängten  Uruppen  in
seinem  gewöhnlichen  Fleischertrab  gegen  6  Uhr  ins  Schloß  ein.
(von  Odeleben,  Napoleons  Feldzug  in  Sachsen  1813.)
5zene  aus  der  Schlacht  bei  Dresden.

Der  französische  General  Marbot  erzählt:  Ich  möchte  bei
Gelegenheit  dieser  Schlacht  daran  erinnern,  daß  zu  jener
Seit  die  Herkussionswaffen  noch  kaum  bekannt  waren  und
die  Infanterie  aller  Nationen  sich  der  Steinschloßgewehre
bediente,  mit  welchen  zu  schießen  es  beinahe  unmöglich  wurde,
sobald  das  Dulver  der  Sündpfanne  feucht  geworden  war.
Da  es  nun  den  ganzen  Uag  nicht  aufgehört  hatte  zu  gießen,
trug  der  Regen  wesentlich  zur  Niederlage  der  Infanterie
durch  die  Kavallerie  bei.  Es  kamen  dabei  einige  ganz  komische
Lälle  vor.

So  befand  sich  z.  B.  eine  Division  unserer  Kürassiere  einer
österreichischen  Infanteriedivision  gegenüber,  deren  Bataillone
Karree  formiert  hatten.  General  Bardesoulle,  welcher  die
Kürassiere  kommandierte,  ließ  den  feindlichen  General  auffordern,
  sich  zu  ergeben,  dieser  verweigerte  das.  Bardesoulle
rückte  darauf  etwas  vor  und  schickte  noch  einmal  zu  dem  österreichischen
  General,  um  ihm  zu  bedenken  zu  geben,  daß  doch
nicht  eins  seiner  Gewehre  losginge.  Der  csterreicher  erwiderte,
das  täte  nichts,  die  Dferde  der  Kürassiere  steckten  ja  auch  bis
zum  Knie  im  Dreck  und  könnten  keinen  Knlauf  nehmen,  er

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