fürchte  sie  nicht,  sie  sollten  nur  ruhig  kommen,  er  würde  sich
schon  mit  seinen  Bajonetten  zu  wehren  wissen.  Bardesoulle
kam  nun  selbst.  „Wenn  Sie  sich  nicht  ergeben,  lasse  ich
Ihre  Karrees  durch  meine  Kanonen  zusammenschießen!“  „Sie
haben  ja  gar  keine,  die  stecken  doch  auch  irgendwo  fest!“  —
„Wenn  ich  Ihnen  nun  dieselben  aber  zeige,  wie  dann?“  —
„Das  würde  meinen  Entschluß  allerdings  ändern,  denn  morden
  möchte  ich  meine  TLeute  nicht  lassen,  aber  ich  will  erst
Ihre  Kanonen  sehen  !“  —  „Gut,  das  sollen  Sie  haben  !“  —
Eleich  darauf  fuhren  sechs  Geschütze  in  kurzer  Entfernung  auf,
die  Kanoniere  mit  brennender  Lunte  neben  den  Rohren.  Dies
wirkte  über  zeugend,  der  csterreicher  ergab  sich.
(Memoiren  des  Eenerals  Marbot.)

Der  Hund  des  Generals  Moreau.

Jean  Diktor  Moreau,  geb.  1763,  einer  der  besten  Soldaten
Frankreichs  und  Rivale  Napoleons,  der  Sieger  von  Hohenlinden,
wegen  einer  Derschwörung  gegen  Uapoleon  zu  Kerkerhaft  verurteilt,
Ling  nach  Kmerika.  Km  21.  Juni  1813  schiffte  er  sich  nach  Deutschland
  ein  und  machte  im  hauptquartier  den  Feldzzug  in  Sachsen  mit.
Km  27.  Kugust  an  der  Seite  des  Saren  Klexander  l.  tödlich  verwundet,
  starb  er  am  2.  September  1813.  Der  Sar  begrub  ihn  mit
den  Ehren  eines  russischen  Generals  in  St.  Petersburg.

Der  französische  General  Marbot  erzählt:  Wir  erfuhren
von  Moreaus  Knwesenheit  in  der  Schlacht  (von  Dresden)  durch
einen  besonderen  Sufall.  Während  der  Derfolgung  bemerkte
ein  Husar  eine  prachtvolle  dänische  Dogge,  die  ängstlich
umherlief  und  ihren  herrn  zu  suchen  schien.  Der  husar  lockte
sie  an  sich  und  las  auf  dem  halsband:  „Ich  gehöre  dem
General  Moreau.“  Der  hund  wurde  mitgenommen.  Später
ist  er  durch  den  Obersten  Rapatel,  einen  Zdjutanten  des
Generals,  zurückerbeten  worden;  er  wurde  ihm  auch  ausgeliefert,
  das  Halsband  aber  behielt  der  König  von  Sachsen.
Dasselbe  befindet  sich  jetzt  in  einem  Museum  in  Dresden.

(Memoiren  des  Generals  Marbot.)

König  Hriedrich  Wilhelm  III.  beharrt  beim  Krieg.

von  der  Marwitz  erzählt:  Der  Uönig  hatte  durch  den
eigenen  Anblick  der  Tapferkeit  seiner  Truppen  und  durch  die
Erfahrung  ihrer  sittlichen  Überlegenheit  über  die  Franzosen

17  Die  Befrelung.  257