ein  Vertrauen  gefaßt,  welches  er  früher  nie  gehabt  hatte.
Jetzt  war  er,  dessen  Charakter  es  überhaupt  nicht  war,  ein
einmal  Angefangenes  sogleich  wieder  zu  verlassen,  für  den
Krieg.  Osterreich  war  für  die  Unterhandlungen  und  glaubte,
in  ihnen  den  Meister  zu  spielen  und  zu  gewinnen.

(von  der  Marwitz,  Nachrichten  aus  meinem  Ceben.)

Der  russische  General  von  Sacken  über  die  Kusschreitungen
  der  Franzosen  in  Schlesien.
Kugust  1815.

..  die  heiden  sengen,  brennen,  plündern,  zerschlagen,
verschonen  kein  Haus,  keine  hütte,  keinen  Ereis,  kein  Kind,
kein  Geschlecht.  Mach  Pertz,  Gneisenau.)

Die  Schlacht  an  der  Katzbach.
am  26.  KZugust  1813.

Kls  die  Hauptarmee  der  Derbündeten  gegen  Dresden  marschierte,
verließ  Uapoleon  die  Lausitz  und  ließ  den  Marschall  Macdonald
am  22.  Zugust  mit  den  Korps  Ney,  Lauriston  und  der  Kavalleriedivision
  Sebastiani  in  Schlesien  als  „Boberarmee“  zurück.  Solange
Uapoleon  noch  beim  Heer  gewesen  war,  hatte  Blücher  sich  in  keine
Schlacht  eingelassen.  Jetzt,  da  er  zuversichtlich  von  der  Kbwesenheit
  des  Kaisers  wußte,  drängte  er  zur  Schlacht.  Macdonald  war
auf  die  hochfläche  von  Jauer,  zwischen  der  Katzbach  und  der
wütenden  Reiße,  emporgestiegen  und  hatte  die  beiden  hochangeschwollenen
  Flüsse  im  Rücken.  „Mun,  Kinder,  hab  ich  genug  Frangosen
  herüben;  nun  drauf!“  Das  heer  Macdonalds  wurde  nach
wütendem  Kampf  die  steilen  Talränder  der  katzbach  und  der
Neiße  hinabgestürzt  und  zog  sich,  heftig  verfolgt,  in  unordentlicher
  Flucht  zurück.  Das  Körps  Norck  hatte  schwere  Derluste,
Macdonalds  heer  aber  hatte  furchtbar  gelitten.  Die  Division
Duthod  wurde  am  29.  August  beim  Ubergang  über  den  Bober
aufgerieben.  Km  1.  September  verkündigte  Blücher,  daß  Schlesien
  vom  Seinde  befreit  sei.

Tagesbefehl  Blüchers  vor  der  Schlacht  an  der
Katzbach.

Blücher  war  Napoleon  bisher  immer  ausgewichen,  zum  rger
des  Kaisers,  aber  auch  zum  Derdruß  seines  eigenen  Heeres.

KAm  21.  RKugust  1815.

Der  Feind  will  uns  zu  einer  entscheidenden  Schlacht
nötigen,  aber  unser  Dorteil  erheischt,  daß  wir  diese  jetzt
vermeiden.  Die  meinem  Befehl  anvertraute  Armee  sehe  diesen
Rückzug  nicht  als  einen  abgenötigten,  sondern  als  einen  frei-258

