umgehen,  um  ihn  vollends  aus  seiner  Stellung  an  der  Wütenden
  Neiße  zu  stürzen,  wo  das  ganze  Korps  aufgelöst  worden
wäre.  Die  Slüchtlinge  hätten  sich  dann  bei  Jauer,  sofern
wir  dort  geblieben  wären,  auf  uns  geworfen  und  wir
waren  ohne  Rettung  verloren.

Unser  Entwurf  zum  Angriff  und  der  Umstand,  daß
wir  zeitig  marschiert  gewesen  waren,  retteten  uns  vom
Derderben.  Wir  konnten  nun  mit  Ruhe  unsere  Dispositionen
machen.  Der  Leind  war  über  die  Katzbach  herübergekommen
und  hatte  nun  das  Defilee  in  seinem  Rücken.  Er  ging
nun  auf  unsere  Kvantgarde  los.  Schnell  ließen  wir  die
Brigaden  aus  ihrem  hinterhalt  hervorbrechen  und  mit  dem
Bajonett  auf  den  Feind  losgehen.  Der  Regen  war  unaufhörlich;
  der  Sturm  schlug  uns  ins  Gesicht.  Die  Infanterie
zeichnete  sich  durch  hohe  AUapferkeit  aus.  Ein  langes  unent.
schiedenes  Kavalleriegefecht  in  einer  Linie  entspann  sich.
wir  brachten  neue  Schwadronen  heran.  Einige  unserer  Bataillonsmassen,
  darunter  ein  Bataillon  Landwehr,  vernichteten
  eine  starke  feindliche  Infanteriemasse.  Wir  brachten
mehr  Geschütz  vor.  Der  Eeneral  Sacken  hatte  eine  Cinks.
schwenkung  gemacht;  wir  preßten  den  Feind  in  einen  engeren
Raum.  Er  ward  an  den  steilen  Talrand  der  Wütenden  RNeiße
und  der  Katzbach  mit  seinem  Rücken  angeklemmt  und  schlug
sich  um  seine  Rückzugsstraße.  Seine  Reiterei  verschwand:
wir  dirigierten  mehr  Infanteriemassen  gegen  seine  Linie  und
eine  starke  Infanteriemasse,  die  noch  Widerstand  tun  wollte;
und  nachdem  wir  selbige  mit  einigen  Stücken  Geschütz  kartätscht
und  mit  Tirailleurs  geängstigt  hatten,  ließen  wir  eine  Bataillonsmasse
  auf  sie  losgehen  und  sie  vollends  den  steilen
Talrand  hinunterstürzen.  lle  Kriegsfuhrwerke  flohen  in  der
wildesten  Flucht,  und  an  dem  Rande  und  dem  steilen  Kb.
hange  lag  alles  in  der  Unordnung  des  Schreckens.  Die  Nacht
brach  ein;  von  unserer  Kavallerie  konnte  nur  wenig  gesam.
melt  werden.  Sie  setzte  nicht  nach,  weil  sie  ihr  Hhandwerk
nicht  mehr  versteht.

Der  Befehl  ward  erteilt,  daß  die  Krmee  um  2  Uhr
nachts  dem  geinde  folgen  sollte.  Die  Befehlshaber  konnten

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