standen  auf  den  hervorspringenden  Punkten  des  Terrains  in
vollen  Vierecken.  Ein  Landwehrbataillon  von  Thiele  ward
von  feindlicher  Reiterei  umringt  und  aufgefordert  sich  zu
ergeben.  Es  feuerte;  nur  ein  Gewehr  ging  los,  dennoch  ergaben
  die  Landwehrmänner  sich  nicht!  Nein!  Rein!  schrien
sie  und  stießen  mit  den  Bajonetten.  Einen  Zugenblick  war
unsere  Kavallerie  geschlagen  und  schon  hatte  sie  eine  halbe
Batterie  verloren.  Alles  ward  durch  Unterstützungen  wieder
gut  gemacht.  Die  Schlacht  hatte  ganz  das  Ansehen  einer
antiken.  Das  Feuer  während  derselben  schwieg  gegen  Ende
des  Tages  ganz,  bis  wir  durch  den  durchweichten  Boden  wieder
Geschütze  herbeirufen  konnten.  Uur  das  GEeschrei  der  Streitenden
  erfüllte  die  Luft;  die  blanke  Waffe  entschied.  —

Dorck  hatte  abermals  alles  für  verloren  gehalten.  „Wir
sind  verloren!“  schrie  er.  „Jeder  will  sich  Lorbeeren  sam.
meln.  Wir  gehen  zugrunde;  der  Sieg  wurde  mir  aus  der
hand  gerissen“,  und  solche  Reden  mehr.  Und  dennoch  stand
unsere  ganze  Infanterie  in  schönster  Ordnung.  „Der  Marsch
von  hinter  Jauer  sollte  nicht  gemacht  werden.  Man  ermüde
die  Truppen  ohne  Sweck“,  hieß  es.  So  mußten  wir  diesen
Sieg  erzwingen;  das  Glück  war  uns  hold,  und  die  gerechte
Sache  siegte  trotz  aller  Mißgünstigen.

Wie  schwierig  meine  Lage  ist,  können  Sie  denken.  Blücher
will  immer  vorwärts  und  hält  mich  für  zu  behutsam;:
Langeron  und  Norck  zerren  mich  wieder  zurück,  und  halten
mich  für  einen  verwegenen  Unbesonnenen.  Elück!  sei  mir
ferner  hold!

Das  Siegesmahl  nach  der  Schlacht  an  der  Katzbach.
26.  Hugust  1815.

Am  späten  bend,  nachdem  die  Blutarbeit  vollbracht  und
die  nächsterforderlichen  Knordnungen  getroffen,  die  ersten
Berichte  abgesandt  waren,  setzten  sich  Blücher  und  Gneisenau
mit  ihren  nächsten  Gehilfen  in  dem  ganz  mit  Derwundeten
angefüllten  Brechtelshof  zum  Mahle.  In  dem  großen  gewölbten
  Sale  des  alten  Stiftsgutes,  auf  einer  langen  Tafel
ward  das  Mahl  in  großen  irdenen  Schüsseln  aufgetragen.

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