häuften  und  den  Übergang  verhinderten,  befahl  Sacken,  daß
das  ganze  Korps  sich  entkleiden  und  durch  den  angeschwollenen
Sluß  waten  solle,  dieser  Befehl  ward  sogleich  ohne  Murren
ausgeführt.  Bei  ähnlicher  Deranlassung  gab  Blücher  selbst
das  Beispiel,  indem  er,  ohne  die  Füße  herauszuheben,  zuerst
mit  dem  Pferde  ins  Wasser  sprengte  und  durch  den  Sluß
setzte.  (Bonen,  Denkwürdigkeiten.)

Die  Schlacht  bei  Dennewitz
am  6.  September  18153.

Am  1.  September  übertrug  Uapoleon  dem  Marschall  Ney  den
Befehl  über  die  gegen  die  Nordarmee  aufgestellte  armée  de  Berlin.
Km  6.  September  schlug  General  Bülow  den  Marschall  Ney  bei
Dennewitz,  etwa  4  Meilen  östlich  von  Jüterbog  am  Fläming,  in
einer  der  erbittertsten  Schlachten  dieses  Kriegs.  Bayern,  Württemberger
  und  Sachsen  kämpften  gegen  Preußen.  Ein  Bataillon  des
sächsischen  Leibregiments  ging  zu  den  Preußen  über.  Der  Kronprinz
  Bernadotte  blieb  suschauer  des  Kampfs.  Neys  Krmee
wandte  sich  in  zerrüttender  Flucht  auf  Torgau.

Das  zweideutige  Derhalten  Bernadottes
bei  Dennewitz  am  6.  September  1813.

Reiche  erzählt:  Der  Kronprinz  von  Schweden  traf  ein  und
ließ  in  Schlachtordnung  aufmarschieren.  Da  er  jedoch  nicht
näher  kam,  vielmehr  halten  blieb,  so  wurde  der  General  Bülow
aufs  höchste  aufgebracht  und  befahl  mir,  augenblicklich  zum
Kronprinzen  zu  reiten,  ihm  zu  melden,  daß  die  Schlacht  noch
nicht  zu  Ende  sei,  ihn  auffordernd,  daher  unverzüglich  vorzurücken.
  „La  bataille  est  gagnée,  (die  Schlacht  ist  gewonnenl“
  erwiderte  mir  der  Kronprinz,  „J’arrive  avec  quagrante
bataillons,  dites  au  général  Bulow  qu’il  se  retire  en  seconde
  ligne!  lich  komme  mit  40  Bataillonen,  sagen  Sie  dem
General  Bülow,  er  solle  sich  in  die  zweite  Linie  zurückziehen  !“)
Kaum  traute  ich  meinen  Ohren,  als  ich  diesen  Befehl  vernahm;
  wir,  die  wir  schon  über  5000  Mann  tot  und  verwundet
hatten,  sollten  die  Früchte  unserer  fast  übermenschlichen  Knstrengungen
  dahingeben  und  die  Ehre  des  Tages  denen,  die  bis
jetzt  nur  zugesehen  hatten,  überlassen.

(von  Reiche,  Memeoiren.)

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