General  von  Bülow  undrheinbündische  Offiziere.
Reiche  erzählt:  Kls  die  gefangenen  deutschen  Offiziere
dem  General  Bülow  vorgeführt  wurden,  richtete  er  an  sie
eine  kräftige  Anrede  in  den  stärksten  Kusdrücken,  den  Kantschu,
den  er  zu  Pferde  stets  führte,  in  der  Hand.  Er  überlud  sie  mit
VDorwürfen,  wie  sie  als  Deutsche  gegen  Deutsche,  die  zur
Befreiung  des  gemeinsamen  Daterlandes  die  Waffen  ergriffen
hätten,  fechten  könnten,  jetzt,  da  ihnen  Gelegenheit  geworden,
sich  als  wahre  Deutsche  zu  zeigen  und  die  verlorene  Unabhängigkeit
  wieder  zu  gewinnen  u.  dgl.  mehr.  Kllerdings
war  darunter  gemeint,  daß  sie  zu  uns  hätten  übergehen
sollen.  Wenn  man  aber  bedenkt,  daß  der  Soldat  unter  allen
Umständen  nur  seiner  Pflicht  als  solcher  Gehör  geben  soll,  so
kann  man  ihn  nur  bedauern,  wenn  er  sich  in  einer  Lage
befindet,  wo  seine  Pflicht  mit  seinen  Gefühlen  nicht  im  Einklange
  steht.  (von  Reiche,  Memoiren.)

General  Bülow  von  Dennewitz  an  seine  SFrau.

Der  gestrige  Tag  war  einer  der  merkwürdigsten  und
glänzendsten,  welche  die  preußische  Militärgeschichte  aufzuweisen
  hat;  wir  haben  eine  hauptschlacht  gewonnen,  wo
gegen  uns  jeder  Suß  Terrain  hartnäckig  verteidigt  wurde.
An  der  Schlacht  hat  von  den  Klliierten  nichts  teilgenommen
als  zuletzt,  nachdem  wir  den  Feind  schon  aus  den  meisten
Positionen  geworfen,  die  schwedische  und  russische  Rrtillerie
und  beim  Derfolgen  die  russische  Kavallerie.  Kn  5  Stunden
  habe  ich  mich  beinahe  allein  gegen  einen  ungeheuer  überlegenen
  Feind  mit  5  Divisionen  erhalten  müssen,  denn  die  von
Borstell  konnte  erst  nach  3  Uhr  nachmittags  ankommen,
und  um  10  Uhr  fing  die  Schlacht  nahe  bei  Jüterbog  an.
Wir  haben  sehr  viel  Menschen  verloren,  mehrere  Bataillone
sind  bis  auf  die  hälfte  geschmolzen.  Die  hand  der  Dorsehung
beschützte  mich  sichtbar.  Quch  von  meinen  Zdjutanten  ist
niemand  verwundet.  Der  Prinz  von  der  Moskwa  Rey
war  mit  seinem  Krmeekorps  zu  Oudinot  gestoßen  und  hatte
das  Kommando  übernommen,  daher  die  sehr  bedeutende  Stärke
des  geindes  ..  Unsere  Truppen  haben  Wunder  getan,  sie

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