ob  mein  heer  sich  wieder  gesammelt  hat.  Ihre  Flanke  ist
entblößt,  seien  Sie  deshalb  auf  Ihrer  hut.  Ich  glaube,
daß  es  Zeit  ist,  die  Elbe  zu  verlassen  und  sich  auf  die  Saale
zurückzuziehen.

fn  den  Kommandanten  von  Wittenberg  schrieb  Ney:

Ich  bin  nicht  mehr  herr  der  Armee;  sie  versagt  mir
den  Gehorsam  und  hat  sich  in  sich  selbst  aufgelöst.

Bis  zum  Übergang  Blüchers  über  die  Elbe.

Immer  noch  hielt  der  Kaiser  Napoleon,  trotz  der  Niederlagen
seiner  Marschälle,  seine  alte  Stellung,  die  Elblinie.  Don  ihr  aus
wandte  er  sich  im  September  mehrere  Male  gegen  die  Hauptarmee
in  Böhmen  und  gegen  die  Schlesische  AKrmee  unter  Blücher.  Blücher
wich  dem  Kaiser  aus,  Sürst  F#war  enberg  aber  und  sein  Generalstab
wagten  den  entscheidenden  Angriff  auf  den  gefürchteten  Gegner
noch  nicht.  Es  lollte  im  Eeegenteil  auch  der  entschlußfrendigste
Feldherr  der  Derbündeten,  Blücher,  mit  einem  Teil  seiner  Krmee
in  das  Netz  strategischer  und  diplomatischer  Vorsicht  hineingezogen
werden.  Es  gelang  Blücher,  diese  Schwächung  seines  siegreichen
Hheeres  zu  verhindern,  und  der  Kbmarsch  nach  rechts,  der  zur
Überschreitung  der  Elbe  und  zur  Dereinigung  mit  der  Nordarmee
unter  dem  Kronprinzen  Bernadotte  führte,  wurde  ihm  freigegeben.
Eeneral  Bülow  von  der  UNordarmee  lag  vor  der  Festung  Wittenberg.
  Am  1.  Oktober  löste  der  russische  General  AUschernitscheff,  einer
der  erfolgreichsten  Darteigänger  der  Derbündeten  im  Norden,  mit
2500  Reitern  und  4  GEeschützen  das  Königreich  Westfalen  des  Jé.-rôme
  Napoleon  auf,  nachdem  er  Kassel  genommen.  Er  führte  2000
Gefangene  und  30  GEeschütze  mit  fort,  und  sein  Erfolg  war  von  großer
moralischer  Wirkung.

Blücher  an  seine  Frau.
Löbau,  6.  September  1815.

.  ..  daß  blat  hat  sich  hier  wieder  gewandt,  der  Kaiser
napoleon  ufgebracht  über  der  vernichtung  der  armeh  san
der  Katzbach!,  so  er  gegen  mich  ufgestellt,  ist  selbst  mit
sein  hauptarmeh  wider  mich  marchirt,  und  2  tage  hin  durch
wendet  er  alles  an,  um  mich  zu  einer  Schlacht  zu  bringen,  da
er  zwen  mahl  so  stark  ist  wie  ich  alle  sein  manöver  sind
vergebens,  ich  weiche  ihm  auß,  bis  er  wider  zurückgehn  muß,
dan  aber  will  ich  ihm  wahrm  halten,  wihr  sind  alle  gesund.
Schreibt  mir  nur  ballde  und  offte,  es  werden  mit  gottes
hülffe  frohe  tage  kommen.

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