Knesebeck  über  die  Verwirrung  im  hauptquartier.
8.  September  1813.

Zu  sagen,  was  man  hiesigerseits  tun  wird,  ist  sehr
schwer;  —  denn  wir  kommen  wie  immer  nicht  aus  dem
Kriegsrate  heraus.  Schwarzenberg  ist  ein  verständiger  Mann,
hat  aber  nicht  die  Meinung  der  Monarchen  und  den  Elauben
für  sich;  daher  ewige  Kontroversen,  die  russischen  Generale
gehorchen  nicht,  der  Kaiser  befiehlt  zuweilen  mit;  —  Toll,
Wolkonsky,  Jomini  und  Diebitsch  pfuschern  auch  mit  drein;
—  so  kommen  widersprechende  Befehle  auf  Befehle;  und
niemand  weiß  wer  Koch  oder  LNellner  ist.

Blücher  an  seine  Frau.
Bernstaetdt  (Bernstadt,  10.  September  1815.

Ich  bin  gesund  und  habe  gestern  die  Franzosen  auß
Görlitz  Reichenbach  und  Loebau  verjagt  sie  zihn  sich  alle
nach  Bautzen  und  so  nach  Dresden,  was  nun  weitter  werden
wird,  muß  die  Seitt  lehren  Danksagung  von  Berlin  und
Breslau  gehn  hauffenweise  bey  mich  ein  ...

Blücher  an  Knesebeck.
herruhut,  13.  September  1815.

um  des  allgemeinen  wohl  und  Besten,  bewahren  si  mich
vor  einer  vereinigung  mit  der  großen  armeh;  was  soll  eine
solche  ungeheure  masse  auf  einem  gleichsam  ausgezerten
terrain.  hir  will  ich  wirksahm  sein  und  kann  ich  nützlich
werden;  weiche  ich  von  einen  den  Kronprinzen  von  Schweden
mitgetheilten  operations  Plan  ab,  so  kriegt  (kriechtl  er  sicher,
staht  daß  er  nu  mit  starken  Schritt  vorwerts  geht;  solte
Uapoleon  nach  Boehmen  hineingehn  wollen,  so  muß  man  ihn
in  Boehmen  vernichten,  ich  glaube  aber,  daß  er  die  Elbe  verläßt,
  wenn  man  gut  manourirt.

Blücher  an  seine  Frau.
herruhut,  15.  September  18153.
Dein  Briff  vom  öten  habe  ich  erhalten  und  sehe  darauß
  daß  ihr  gesund  seied,  aber  meine  gute  mahle  du  bist
verstimmt  und  mißvergnügt,  daß  macht  mich  kummer,  weg

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