üwer  verwundet  worden.  Er  wurde  zwar  wiederhergestellt,
och  litt  sein  Geist  unter  den  Solgen  der  Derwundung.  Er  starb
später  im  Wahnsinn.  Blücher  hatte  oft  über  die  Surücksetzung
seines  Sohnes  durch  den  Uönig  von  Hreußen  zu  klagen.

17.  September  1815.

..  JIch  kann  nicht  genug  die  vorzügliche  Art  rühmen,
mit  welcher  man  mich  behandelt,  und  ich  bitte  Sie  daher,
einen  jeden  französischen  Offizier  ebenfalls  mit  Güte  zu  überhäufen,
  welches  so  schon  Ihrem  Karakter  eigen  ist.

Meine  Gefangenschaft  macht  mich  keine  Schande,  denn
um  mehreres  zu  retten,  mußte  ich  mich  hingeben.

Gneisenau  an  den  Grafen  Münster.
Bautzen,  19.  September  1815.

Mehr  wie  zweihundert  Briefe  sind  aufgefangen  voll
Jeremiaden  über  den  traurigen  Sustand  der  französischen
Krmee.  Don  Berthier  wird  gesagt,  er  habe  an  Cambacéreès
geschrieben,  wie  er  des  Kaisers  Knie  umfangen  und  ihn  beschworen
  habe,  Friede  zu  machen,  indem  er  mit  seinen  Armeen
nicht  mehr  Truppen  widerstehen  könne,  die  sich  mit  soviel
Erbitterung  als  die  unsrigen  schlügen.

Blücher  an  seine  Frau.
Bautzen,  20.  September  1815.
noch  stehe  ich  hir  vor  Dreßten  hoffe  aber  daß  der
Heind  ballde  von  genanntem  Ohrt  zurückweichen  wird,  der
bestendige  Regen  erschwehrt  uns  alles,  sonst  wehren  wihr
schon  weitter,  leider  erhallte  ich  gestern  die  nachricht  von
der  großen  armeh  daß  mein  guter  Frantz  [Blüchers  Sohn]
abermahls  Bleßiert  und  gefangen  ist,  sein  Blessur  soll  nicht
gefehrlich  sein  und  in  ein  hieb  im  kobff  bestehn,  der  Kaiser
von  Rußland  hat  sogleich  ein  Trompeter  zum  Heinde  geschickt
und  nach  ihm  fragen  lassen,  Uapoleon  hat  Frantz  zu  sich
bringen  lassen,  mit  ihm  sehr  ahrtig  gesprochen,  ihm  auch
ein  Arzst  geschickt,  er  wird  übrigens  sehr  gut  gehalten.

Die  Dolksstimmung  in  Sachsen.

Der  württembergische  Militärbevollmächtigte  bei  Napoleon,
Oberst  Graf  Beroldingen,  schreibt  an  Uönig  Hriedrich  I.  von
Württemberg:

283