Der  Elbübergang  Blüchers  bei  Wartenburg
am  3.  Oktober  1813.

Am  26.  September  brach  Blücher  von  Bautzen  auf,  um  den
Elbübergang  zu  erzwingen.  Km  3.  Oktober  drang  das  Korps  Dorck
und  das  Korps  Langeron  auf  2  Brücken  bei  Wartenburg  über  die
Elbe.  Es  wurde  den  ganzen  Tag  gekämpft.  Der  Sieg  wurde
gegen  den  zähen  Widerstand  der  Franzosen  unter  Bertrand  mit
schweren  Derlusten  erfochten.  Das  Korps  Norck  zeichnete  sich  glänzend
  aus.  Am  4.  Oktober  überschritt  auch  der  Kronprinz  Bernadotte
  die  Elbe  bei  Roslau  und  in  den  nächsten  Tagen  rückten  die
vereinigten  Heere,  die  Nordarmee  und  die  schlesische,  langsam
in  der  Richtung  auf  Leipzig  vor,  Blücher  auf  dem  rechten,  Bernadotte
  auf  dem  linken  Ufer  der  (Swickauer)  Mulde.

Die  Offensive  der  Schlesischen  Armee.

Das  Bombardement  der  Festung  Wittenberg,  die  von  Teilen
des  Bülowmschen  Korps  belagert  wurde,  hatte  am  29.  September
1813  begonnen.

Boyen  erzählt:  Menschlicher  Wahrscheinlichkeit  nach  hätten
  wir  ohne  das  Sutreten  fremder  Einwirkungen  noch
lange  vor  Wittenberg  verweilen  können;  der  Kronprinz
gefiel  sich  mit  der  Elbe  vor  der  Front,  seinem  Quartiere  in
Serbst  ganz  gut,  und  in  der  sogenannten  Großen  Krmee
unter  Schwarzenberg  fehlte  Einheit  und  Unternehmungsgeist.
EGlücklicherweise  bildete  der  rastlose  Tatendurst  Blüchers  und
Eneisenaus  Scharfblick  eine  Dereinigung,  die  Kraft  genug  besaß,
  alle  diese  hindernisse  zu  besiegen;  der  ebenso  kühn  gedachte
  als  geschickt  ausgeführte  Marsch  der  Schlesischen  Krmee
aus  der  Lausitz  gegen  Wittenberg  ist  unbestritten  eine  der
wichtigsten  handlungen  dieser  Heriode  und  die  haupteinleitung
  zur  siegreichen  Schlacht  bei  Leipzig.

(von  Bonen,  Denkwürdigkeiten.)
Knekdote  von  Gneisenau.
2.  Oktober  1815.

Kurz  vor  dem  Übergang  bei  Wartenburg  ward  eine  Besprechung
  gehalten;  Blücher  und  Gneisenau  waren  für  kühnes
Derfahren,  sder  Generalquartiermeister!]  Müffling  wollte  mit
seiner  Meinung  nicht  recht  heraus  und  regte  zuletzt  Gneisenaus
Ungeduld  so  auf,  daß  dieser  ausrief:  „Sagen  Sie  nur  Ihre
Meinung  ganz  frei  heraus,  herr  Oberst.  Ich  gebe  Ihnen  im
voraus  die  Dersicherung,  daß  sie  nicht  befolgt  wird."“

(Aach  Hertz,  Gneisenau.)

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