über  der  Ellbe  und  die  große  armeeh  kan  auß  Boehmen  vordringen.
  —  der  große  man  soll  in  Leipzig  sein  und  ich
werde  ihm  in  einigen  Tagen  auffwahrten  meine  landwehr
hat  mervellie  gethan.

Blücher  beim  Siegesmahl  auf  dem  Schloß  in
Wartenburg.

Steffens  erzählt:  Blücher  zog  in  das  Schloß  ein;  uns
wurde  mit  einem  großen  Teile  der  Offiziere  des  General.
stabes  und  hauptquartiers  ein  großer  Saal  angewiesen,  dessen
Wände  und  5ußboden  von  Kanonenkugeln  bedeutend  verletzt
waren  ...  Wir  versammelten  uns  bei  der  CLafel,  und
Anstalten  wurden  getroffen  zu  einem  festlichen  Mahle.  Der
Tag  war  überaus  glücklich  gewesen;  die  Erfolge  der  Schlacht
waren  kaum  zu  berechnen.  Der  Kronprinz  von  Schweden
mit  der  Uordarmee  mußte  jetzt  ebenfalls  über  die  Elbe  setzen.
Die  Große  Krmee  mußte  entschiedener  vorrücken,  alle  heere
eine  konzentriertere  Stellung  erhalten,  und  so  waren  wir  im
Begriff,  den  Feind  von  allen  Seiten  zu  umgehen  und  zu
einer  entscheidenden  hauptschlacht  zu  zwingen  .  .  .  Es  war
das  Korps  des  Generals  von  Norck,  welches  uns  diesen  Sieg
errang.  Seine  bekannte  Entschlossenheit  hatte  das  glückliche
  Resultat  des  Tages  herbeigeführt  und  ihm  die  ehrende
Benennung  erworben,  die  seine  Samilie  ziert.  Bei  der
Tafel  waren  wir  alle  heiter  gestimmt,  der  Wein  war  vortrefflich,
  das  Gespräch  belebt:  da  nahm  gegen  den  Schluß  der
Tafel  das  ganze  feierliche  Mahl  eine  bedeutende  Wendung,
es  verwandelte  sich  durch  den  greisen  Feldherrn  in  ein  Trauermahl
  zum  Andenken  des  verstorbenen  Scharnhorst;  (s.  S.  214)
Blücher  nahm  das  Wort.  Nie  hörte  ich  eine  ergreifendere  Rede,
nie  eine  Darstellung  der  VDerdienste  des  großen  Kriegers  an.
schaulicher,  herrlicher,  lebendiger  vortragen;  der  fast  unwill.
kürliche  Erguß  seiner  Rede  war  ein  wunderbares  Drodukt
dichterischer  Begeisterung.  Er  rief  am  Schluß  derselben  den
Sohn  des  verstorbenen  helden  zu  sich;  dieser,  der  es  liebt,
seine  tiefsten  Empfindungen  durch  ein  ruhiges  Zußere  zu  beherrschen,
  mußte  sich  dem  Greise  und  Redner  gegenüber.

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