westlich  Leipzig)  in  Marsch,  Bernadotte  blieb  bei  Wettin  an  der
Saale  (nordwestlich  Halle)  stehen.  —  Der  Tag  der  Entscheidung
brach  an.

Die  Schlacht  bei  Leipzig
vom  16.  bis  zum  19.  Oktober.

Napoleon  war  im  Besitz  von  Leipzig  und  damit  auch  im
Besitz  des  Knotenpunktes  aller  Straßen,  die  wie  die  Radien  eines
Kreises  gegen  Leipzig  zusommenlausen.  Das  slampfeld  um  Ceipzig
ist  von  einigen  Flüssen  durchzogen.  Von  Süden  kommend  bildet
die  Elster  einen  nach  Osten  vorspringenden  Winkel,  an  dessen
Spitze  Leipzig  liegt.  Don  hier  aus  läuft  die  Straße  nach  halle
mit  der  Elster  in  gleicher  Richtung  nach  Nordwesten.  estlich
von  Ceipzig  ergießt  sich,  nicht  fern  der  Stadt,  die  vielarmige
Pleiße  von  rechts  in  die  Elster;  von  links  nur  wenig  elsteraufwärts
von  Uorden  kommend,  die  Luppe.  Endlich  fließt  von  Nordosten  her
in  einem  stumpfen  Winkel  die  Darthe,  die  am  Nordende  der  Stadt
in  die  Pleiße  mündet.  Elster  und  Pleiße  ziehen  durch  sumpfige
Uiederungen,  und  führten  damals  wegen  des  anhaltenden  Regens
viel  Wasser.  —  Die  genannten  Wasserläufe  zerlegen  das  Kampffeld
  um  Leipzig  in  vier  Kbschnitte,  deren  jeder  am  16.  Oktober
der  Schauplatz  von  Kämpfen  war.  —  Uapoleon  hatte  seine  Hhauptmasse
  (über  138000  Mann)  auf  der  welligen  und  vielfach  bewaldeten
  Ebene  in  dem  Zbschnitt  zwischen  P.eiße  und  Darthe  aufgestellt,
  —9  km  südlich  von  Leipzig.  Sein  rechter  Flügel  stand
bei  Connewitz  an  der  Hleiße,  das  Sentrum  bei  Wachau,  der  linke
Hlügel  bei  Liebertwolkwitz  am  Nolmberg,  in  einer  5—4  Stunden
  langen  TLinie.  Dieser  hauptmasse  stand  die  Böhmische  (haupt=Armee
  (72000  Mann)  gegenüber,  befehligt  von  dem  russischen
General  Wittgenstein  unter  dem  Oberkommando  des  russischen
Generals  Barclay  de  Tolly.  hier  hielten  sich  die  verbündeten
Monarchen  auf.  Während  des  Kampfes  trafen  noch  39000  Mann
Derstärkung  ein.  —  Fürst  Schwarzenberg  hatte  für  gut  befunden,
den  österreichischen  General  Merveldt  in  dem  sumpfigen  Köbschnitt
zwischen  pleiße  und  Elster  bei  Connewitz  aufzustellen.  Ihm
stand  der  Fürst  PDoniatowsky  gegenüber.  Bei  TLindenau,  in  dem
dritten  Kbschnitt,  zwischen  Elster  und  Luppe,  an  der  Straße  nach
Weißenfels,  hatte  der  österreichische  General  Gyulai  den  französischen
  General  Bertrand  zum  Gegner.  Bertrand  hatte  die  einzige
  Rückzugsstraße  Uapoleons  nach  Westen  (über  Weißenfels)
zu  decken.  Im  vierten  Kbschnitt,  zwischen  Elster  und  Parthe,  von
der  Böhmischen  (Hhaupt-)  Armee  durch  den  Keil  des  französischen
Hauptheers  völlig  getrennt,  stand  das  Schlesische  Heer  bei  Möckern
gegen  den  Marschall  Marmont  an  der  Straße  nach  Halle  im  Helb.
Bernadotte  mit  der  Uordarmee  wurde  in  der  Tücke  zwischen  dieser
Straße  und  der  Parthe  von  Norden  her  erwartet.  Er  kam  nicht.
Die  Kämpfe  vom  16.  Oktober  wurden  mit  verschiedenem  Erfolge
geführt.  In  dem  Kampf  der  hHauptarmee  gegen  Napoleon  selbst,
um  Wachau,  konnte  nur  das  Schlachtfeld  behauptet  werden.  In
den  Niederungen  an  der  HPleiße  rangen  die  csterreicher  vergeblich
und  zerrieben  sich  an  der  Ungunst  ihrer  Stellung.  Der  General

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