Über  die  Uachhut  des  französischen  Heeres  brach  durch  die  vorpitige
  Sprengung  der  Elsterbrücke  eine  schwere  Katastrophe  herein.

er  Fürst  Honiatowsky  ertrank  in  der  Elster.  Ein  großer  Teil
von  Napoleons  Krmee,  etwa  90  000  Mann,  entkam,  und  mit  einem
bedeutenden  Vorsprung  zog  das  geschlagene  Heer  gegen  den  hhein.
—  Ki  500000  Mann  mit  etwa  2000  Geschützen  hatten  gegeneinander
  gekämpft.  Die  Verbündeten  hatten  verloren:  1800  Offi-.
ziere  und  42000  Mann,,  die  Franzosen:  72000  Mann,  28  Sahnen
und  Rdler,  325  Geschütze,  900  Munitionswagen,  400  000  Gewehre,
6  Generale  tot,  12  verwundet,  36  gefangen.  —  Der  Rheinbund
wurde  aufsgelöst,  Deutschland  war  frei.  Die  schon  eroberten  Eebiete
  wurden,  soweit  sie  sich  nicht  den  Derbündeten  vor  der
Schlacht  angeschlossen  hatten,  unter  eine  Sentralverwaltung  gestellt,
  mit  dem  Reichsfreiherrn  vom  Stein  an  der  Sspitze.

Uapoleon  vor  der  Ceipziger  Schlacht.

Der  Stabskapitän  Schack  vom  Korps  Norck  erzählt  in  seinem
Tagebuch  unterm  14.  Oktober:

Der  Knoten  wird  von  Minute  zu  Minute  enger  und  gefährlicher
  geschürzt.  Mapoleon,  der  seine  Truppen  bei  Ceipzig
  konzentriert  haben  sollte,  führt  sie  nach  Düben  san  der
Muldel;  ein  gefangener  Obristleutnant  schildert  ihn  sonderbar:
er  schläft  lange,  darf  nicht  geweckt  werden,  gibt  den  Klagen
der  Truppen  wegen  Mangel  kein  Gehör.  Es  muß  bald  biegen
oder  brechen

Hürst  Schwarzenberg  an  seine  Frau
vor  der  Dölkerschlacht  bei  Leipzig.
Degau,  15.  Ofktober  18153.

Ich  wollte  Dir  gestern  noch  schreiben,  es  trieb  mich
hin  zu  Dir,  aber  ich  vermochte  es  nicht;  einige  Stunden
Schlaf  haben  mich  wieder  ganz  gestärkt;  ich  bedarf  es,  denn
morgen  bricht  ein  wichtiger  Tag  an,  die  Ebenen  von  Ceipzig
  werden  abermals  eine  fürchterliche  Schlacht  erleben.  Ich
habe  mich  mit  Blücher  verabredet,  er  soll  morgen  von  Merseburg
  und  halle  gegen  TLeipzig  rücken,  neben  ihm  Gyulai,
der  heute  bei  Lützen  versammelt  ist.  Merveldt  greift  auf  der
Straße  von  5wenkau  gegen  Connewitz  an  und  wird  durch
das  österreichische  Reservekorps  unterstützt.  Die  Korps  von
Wittgenstein,  Kleist  und  Klenau  bilden  das  corps  de  bataille
zwischen  der  Pleiße  und  der  Darthe  und  dem  ihm  gegenüberstehenden
  Feind.  Die  russischen  Grenadiere,  die  Kürassiere,

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