den  Rampf  der  Entscheidung  über  unser  preußisches,  unser
deutsches  Vaterland  zu  kämpfen."  (Droysen,  Norck.)

Blücher  spricht  seine  Truppen  an

am  Morgen  der  Schlacht  bei  Leipzig,  den  16.  Oktober  1813.
Blücher  ritt  mit  seinem  Eefolge  die  Linien  der  Kavallerie
  entlang,  da  und  dort  in  seiner  derben  Art  zu  den
Truppen  sprechend:  „Kinder,  heut  haut  einmal  auf  altpreubische
  Krt  ein,“  sagte  er  der  ostpreußischen  Nationalkavallerie;
anderen  sagte  er:  „Wer  heut  abend  nicht  entweder  tot  oder
wonnetrunken  ist,  der  hat  sich  geschlagen  wie  ein  Hundsfott.“
Oder:  „Kinder,  heute  müssen  wir  alle  dran!  Wenn  ihr  mich
heute  nicht  aus  dem  Dreck  helft,  so  sind  alle  unfre  vorigen

Siege  im  A.  ..“  (Nach  Droysen,  Dorck.)

Gneisenau  vor  der  Dölkerschlacht  bei  Leipzig.

Eneisenaus  Kdjutant,  von  Stosch,  erzählt:  Sehr  deutlich
steht  vor  mir  GEneisenaus  strahlendes  Gesicht,  wie  am  16.  Ok.
tober  1813  rings  um  Leipzig  herum  der  Donner  der  Nanonen
ertönte.  Kus  den  durch  die  Gunst  des  Allmächtigen  geglückten
Kombinationen,  welche  hier  die  alliierten  Armeen  vereinigten,
prophezeite  er  gleich  die  Befreiung  Deutschlands  vom  französischen
  Joche.  Mit  jeder  günstigen  Meldung  wurde  sein  Auge
glänzender,  sein  Wesen  lebendiger  und  feuriger.  Diese  Beobachtung
  war  mir  höchst  bedeutend  und  stimmte  auch  mich
zu  den  kühnsten  Hoffnungen.

Die  Kämpfe  um  Ceipzig.

Friedrich  Rochlitz,  sächsischer  Schriftsteller,  erzählt  als
Kugenzeuge:  Die  Kanonade  begann  zuerst  wieder  heftig  von
den  Anhöhen  bei  Wolkwitz  [Liebertwolkwitz,  südlich  von  Leipzig]
  und  krachte  so  schrecklich  herein,  als  sei  sie  unmittelbar
vor  den  Voren,  weil  eben  einiger  Luftzug  von  dorther  kam.
Vom  Boden  des  hohen  hohenthalschen  Hauses  am  Markte
konnte  ich  die  Stellungen  und  Bewegungen  der  heere  dort
hinaus  sehr  gut  beobachten.  Die  Franzosen  hatten  die  Knhöhen
  um  Wolkwitz  und  gegen  Wachau  hin,  offenbar  die  vorteilhafteste
  Hosition  von  dieser  Seite,  noch  ganz  inne.  Sie.

303