nen  wollte,  stürzte  von  den  Straßen  hinweg,  die  Türen  zuwerfend,
  um  seine  Gefühle  unbelauert  ausströmen  zu  lassen;
für  die  auf  dem  Markte  zusammentretenden  Soldaten  ward
Wein  herbeigeschafft,  ihr  Siegs--  und  huldigungsgeschrei  hallte
durchdringender.  (Rochlitz,  Aagebuch  der  Schlacht  bei  Ceipzig.)

helden  von  Möckern
am  16.  Oktober  1813.

Graf  Wedell,  der  zu  Beginn  des  Kriegs  seine  stelle
als  Kammerpräsident  mit  der  des  Führers  eines  Landwehrbataillons
  vertauscht  hatte,  bittet  um  die  Ehre,  den  ersten
Sturm  auf  das  Dorf  zu  machen.  Su  Uode  getroffen,  ruft  er  den
Seinen  zu:  „Kinder,  rettet  das  Daterland!  Helf  uns  Gott!“

Kber  gegen  die  ÜUbermacht,  welche  hinter  den  Mauern
Deckung  findet,  scheint  aller  Mut  vergeblich  zu  sein.  Schon
ist  das  letzte  Bataillon  Reserve  herangeholt,  und  Norck,  den
sonst  seine  Ruhe  im  Schlachtengewühl  nicht  verläßt,  wird  ungeduldig.
  Es  bleibt  ihm,  da  der  Feind  bereits  Miene  macht,
mit  seinem  überlegenen  Fußvolk  aus  dem  Dorfe  zum  Bajonettangriffe
  überzugehen,  nichts  übrig,  als  ihm  die  Reiterei
entgegenzuwerfen.  Mit  verhängten  Sügeln  sprengt  er  zum
Major  von  Sohr,  der  mit  drei  Ichwadronen  brandenburgischer
Husaren  einige  hundert  Schritt  rückwärts  vor  Möckern  hält,
und  ruft:  „Major  von  Sohr,  attackieren  !“  Sohr  zögerte  eine
Weile,  um  die  weiter  rückwärts  stehende  Reiterei  näher  kommen
  zu  lassen,  dann  ruft  er:  „Trompeter,  Trab!“  Das  Signal
ertönt,  und  fort  geht  es  in  den  Kugelregen.  Kls  der  Führer
den  Säbel  zum  Hurra  emporschwingt,  trifft  eine  Kugel  seinen
rechten  Krm,  aber  entschlossen  nimmt  er  den  Säbel  in  die
Linke.  Dieser  Angriff  führt  den  Umschlag  herbei.  Die  beiden
feindlichen  Dierecke,  auf  welche  die  Husaren  stoßen,  werden
gesprengt  und  sogleich  vier  Geschütze  genommen.  Bald  geht
auch  die  übrige  Reiterei  vor,  das  Fußvolk  soll  folgen;  Dorck
selbst  zieht  den  Säbel  und  gibt  mit  dem  Rufe:  „Marsch,
marsch,  es  lebe  der  König!“  das  Seichen  zum  allgemeinen  An—
griffe.  Der  Feind  wird  auf  Ceipzig  zurückgeworfen.

Während  nun  hier  zur  Rechten  der  Ansturm  der  Reiterei

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