Bataillone  ein.  Wir  mußten  beide  Chausseegräben  überspringen,
  worin  feindliche  Tirailleurs  lagen,  die  aber  keinen
Schuß  taten.  Die  Franzosen  waren  in  der  Kolonne,  um  nach
Wiederitzsch  zu  eilen,  und  die  Offiziere  riefen  ihren  Leuten
zu:  „Serrez  vos  rangs  !“  —  Das  half  aber  alles  nichts,  wir
kamen  hinein,  und  es  wurde  ein  großes  Blutbad  unter  ihnen
angerichtet,  so  daß,  da  die  Brigade  von  Horn  auch  noch  hinzukam,
  wohl  wenig  von  diesen  Bataillonen  übrig  blieb.  Einem
großen  Offizier  schrie  ich  zu:  „Rendez-vous!“  aber  er  antwortete:
  „Tuez,  bougre!“  und  in  dem  Zugenblick  machten  ihm

auch  die  Lithauer  das  Garaus.
(Graf  Henckel  von  Donnersmarck,  Erinnerungen.)

Die  Gefangennahme  des  österreichischen  Generals
Uerveldt
am  16.  Oktober  1813.
Oberst  von  Wolzogen,  Zdjutant  RKlexanders  I.,  erzählt:

Bei  dem  Uerveldtschen  Korps,  das  in  meiner  nächsten
  Nähe  zwischen  Elster  und  DPleiße  operierte,  trug  sich
mittlerweile  Folgendes  zu.  Dieses  Korps  bestand  aus  den
Divisionen  des  Generals  Baron  von  TLederer  und  des  Fürsten
Kloys  von  Tiechtenstein  nebst  der  Kavalleriebrigade  des  Prinzen
  von  Uoburg.  Es  war  —  wie  wir  wissen  —  nach  dem
Kbzug  der  Reserven  an  der  Dleiße  stehen  geblieben,  und
trotz  des  ungünstigen  Terrains  beauftragt,  diesen  Fluß  zu
forcieren.  Infolgedessen  hatte  sich  —  namentlich  bei  Lößnig
—  ein  heftiger  Kampf  mit  Poniatowsky  entsponnen,  der  jedoch
  nicht  zu  dem  gewünschten  Resultate  führte.  Gegen  5  Uhr
glaubte  Graf  Merveldt  bei  dem  Rittergute  Dölitz  durch  das
Buschwerk  auf  dem  jenseitigen  Ufer  der  Hleiße  plötzlich  die
Division  Bianchis  zu  erkennen  und  wollte  deshalb  über  den
Fluß  setzen,  um  mit  diesem  General  über  dessen  Mitwirkung
zu  dem  Angriffe  gegen  Doniatowsky  zu  beratschlagen.  Fürst
Kloys  Tiechtenstein  und  ich  machten  ihm  jedoch  bemerklich,
daß  die  sich  dort  zeigenden  Truppen  keineswegs  die  Ungarn
mit  ihren  blauen  Hosen,  sondern  vielmehr  Franzosen  seien;
allein  UMerveldt  bei  seiner  Kurzsichtigkeit  und  seinem  glühenden
  Eifer,  den  Sieg  der  guten  Sache  zu  fördern,  blieb  bei

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