selnem  Entschlusse  und  sprengte  auf  einigen  von  Pionieren
gelegten  Brettern,  nur  von  elner  einzigen  Kürassierordonnanz
begleitet,  über  die  Pleiße,  indem  er  zugleich  befahl,  daß
niemand  ihm  folgen  solle.  Fürst  Ciechtenstein  wollte  ihn  jedoch
  nicht  allein  in  sein  Derderben  reiten  lassen  und  versuchte
daher  gleichfalls,  über  die  Bretter  zu  setzen;  sein  Pferd
brach  indessen  durch  und  nur  mit  Mühe  wurde  er  vor  der
Gefahr  des  Ertrinkens  gerettet.  Wir  sahen  nun  den  Eeneral
Merveldt  noch  etwa  1000  Schritt  im  Gebüsch  gegen  die  Kuhöhe
  zu  reiten,  wo  sich  die  vermeintlichen  Ungarn  gezeigt,
als  er  auf  einmal  eine  Salve  von  mindestens  4000  Mann  der
gegenüberstehenden  Linie  erhielt  und  vom  Pferde  stürzte.
Dieses  lief  davon,  und  bald  darauf  sahen  wir  auch  die  mitgerittene
  Ordonnanz  zusammenstürzen,  welche  sich  indessen
gegen  Abend  —  obwohl  verwundet  —  durch  den  Sluß  zurückarbeitete
  und  uns  die  Meldung  machte:  „der  Eeneral.
sei  tot!“  .  .  Er  war  aber,  nachdem  er  gestürzt,  aber  trotz
der  zahllosen  auf  ihn  abgefeuerten  Kugeln  doch  nicht  einmal
verwundet  worden  war,  von  Honiatowskyschen  Mannschaften
gefangen  vor  Napoleon  gebracht  worden,  der  sich  gerade
auf  diesem  Dunkte  —  uncheit  Dösen  —  bei  seinen  Garden
befand  und  ihm  als  einem  alten  Bekannten  (er  hatte  mit
ihm  den  Frieden  von  Tampo  Formio  abgeschlossen  und  schätzte
ihn  sehr)  freundlich  entgegenkam.  Er  nahm  ihn  mit  sich
in  sein  Quartier,  um  mit  ihm  über  eine  Mission  an  den
kaiser  Sranz  zu  unterhandeln,  welche  eine  Trennung  dieses
Monarchen  von  der  Kllianz  zum  öwecke  hatte.  Zuch  proponierte
  Napoleon,  sich  unter  gewissen  Bedingungen  bis  an
die  Saale  und  sogar  bis  zum  Rhein  zurückziehen  zu  wollen,
und  soll  diese  plötzliche  Uachgiebigkeit  eine  Folge  der  ihm
von  Merveldt  zuerst  mitgeteilten  Nachricht  gewesen  sein,

daß  Wrede  mit  den  Bayern  in  seinen  Rücken  marschiere.

(von  Wolzogen,  Memeiren.)

Blüchers  Bericht  an  den  König  von  Dreußen

über  die  Schlacht  von  Möckern  am  16.  Oktober  1815.
20.  Oktober  1815.

Das  1.  Krmeekorps  E.  K.  M.  siegreichen  Krmee  hat

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