an  diesem  denkwürdigen  Tage  mit  begeisterter  Tapferkeit
gefochten.  Jeder  einzelne  hat  tief  gefühlt,  daß  in  diesem
verhängnisvollen  Kampfe  der  Sieg  errungen  werden  müsse,
und  der  Erfolg  hat  die  Itimmung  bewährt,  mit  der  sich  E.  M.
brave  Truppen  geschlagen  haben.  Es  hat  an  diesem  Uage  nicht
das  blinde  Glück  den  Sieg  an  unsere  Fahnen  gefesselt,  es  waren
nicht  nur  unerfahrene  Truppen  des  Heindes,  die  geschlagen
werden  mußten,  es  waren  alte  bewährte  Bataillone  der  feindlichen
  Garde,  die  sich  hartnäckig  und  mit  Erbitterung  schlugen;
darum  war  auch  die  Schlacht  nicht  sobald  entschieden,  und  die
erneuerten  gegenseitigen  Kngriffe  veranlaßten,  daß  auch  nicht
eine  Truppenabteilung  übrig  blieb,  die  nicht  mit  Anstrengung
und  großem  Derlust,  aber  siegreich  gefochten  hätte.  Es  macht
mich  glücklich,  E.  M.  sagen  zu  können,  daß  eine  jede  Brigade
Batterien  gestürmt  und  genommen  hat,  alle  Waffengattungen
haben  gewetteifert,  und  der  Unterschied  zwischen  alten  Soldaten
  und  junger  Landwehr  hatte  gänzlich  aufgehört.

Bei  einer  so  allgemeinen  gleichen  Bravour,  bei  einem  so
allgemein  gewordenen  GEeiste,  der  Offizier  und  Soldat  zu
gleichen  Anstrengungen  trieb,  ist  es  mir  unmöglich,  E.  K.  M.
besonders  die  VDerdienste  einzelner  Individuen  anzugeben.
So  wie  sich  die  herren  Generale,  Brigadechefs  und  Brigadiers
durch  einsichtsvolle  Führung  an  der  Spitze  ihrer  Brigaden  auszeichneten,
  so  haben  sich  die  sämtlichen  Führer  der  Bataillone,
der  Eskadrons,  der  Kompagnien  und  der  Batterien  durch
kühnen  Mut  und  leuchtendes  Beispiel  verdient  gemacht.  Die
Subalternoffiziere,  die  mit  hoher  Selbstverleugnung  die  außerordentlichen
  Fatiguen  dieser  Kampagne  gleich  dem  Soldaten
trugen,  haben  sich  auch  am  16.  wie  bei  allen  Eelegenheiten
meine  hohe  Kchtung  erworben.  Richt  minder  der  Soldat,  der
Landwehrmann,  der  mit  so  ausgezeichneter  Uapferkeit  bei
Goldberg,  an  der  NRatzbach,  bei  Wartenburg,  und  besonders
am  l6.  focht

Eine  heilige  Pflicht  glaube  ich  noch  zu  erfüllen,  wenn  ich
E.  K.  M.  huld  und  Fgürsorge  für  die  Witwen  und  Waisen
erflehe,  deren  Männer  und  Väter  an  diesem  Uage  einen  so
ehrenvollen  Tod  starben.

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