nach  dem  Ranstädter  Steinwege  hin.  Kaum  war  der  Naiser
imstande,  wegen  des  unbeschreiblichen  Drängens  aller  Gattungen
  von  Uruppen,  hindurchzukommen.  Einzeln  mußte  er
und  sein  ganzes  Gefolge  an  der  Seite  dieses  Gewühls  sich
fortwinden.  Munitionswagen,  Marketender,  Gens  d'armes
und  Kanonen,  Kühe  und  Schafe,  Weiber,  Erenadiere  und
Thaisen,  Gesunde,  Derwundete  und  Sterbende  —  alles  häufte
sich  im  bunten  Gewirre,  so  eng  zusammengepreßt,  daß  kaum
an  ein  Fortkommen,  noch  weniger  an  eine  Eegenwehr  zu
denken  war.  Uapoleon  folgte  ganz  gelassen  dem  hauptstrom
seiner  fliehenden  Truppen,  auf  der  großen  Straße  fort,  bis
hinter  Lindenau.
(von  Odeleben,  Uapoleons  Feldzug  in  Sachsen  1815.)

Der  Einzug  der  Monarchen  in  das  eroberte  Leipzig.
am  19.  Oktober  1815.

Reiche  erzählt:  Kls  der  Sug  den  Fleischerplatz  erreichte,
fielen  vom  jenseitigen  Ufer  der  Pleiße  Kleingewehrschüsse
und  Granatwürfe.  Es  hatten  sich  längs  dieses  Ufers  noch
einzelne  feindliche  Tirailleure  aufgehalten.  Uatürlich  kam  der
Sug  ins  Stocken.  Klles  suchte  die  Monarchen  zurückzuhalten
und  zum  Umkehren  zu  bewegen.  Eeschütz  und  Truppen  sollten
vorgeholt  werden,  um  den  Seind  gegenüber  zu  vertreiben.
Das  eine  wie  das  andere  war  aber  keine  Kleinigkeit,  indem
die  Straße  durch  die  zahlreiche  Suite  zu  Pferde  dicht  angefüllt
war  und  sich  rückwärts  zusammendrängte,  um  die  Monarchen
aus  der  Schußlinie  zu  bringen.  Dies  gelang  mit  vieler  Mühe,
und  bald  hörte  das  Schießen  von  selbst  auf.

Im  vollen  Urab  kamen  nun  die  gerufenen  Eeschütze  durch
die  Straßen  dumpfdröhnend  angeeilt  und  wurden  auf  dem
Sleischerplatze  aufsgestellt.

Bei  dem  Dorbringen  dieser  Geschütze  stellten  sich  dem
Kuge  schauderhafte,  das  menschliche  Gefühl  wahrhaft  empörende
  Szenen  dar.  In  den  Straßen  lagen  noch  viele  Blessierte,
  die  nicht  fortgeschafft  waren,  von  welchen  schon  beim
Einzuge  von  den  Pferden  mehrere  zertreten,  völlig  zerstampft
waren,  und  was  nun  noch  lag  und  TLeben  hatte,  wurde  von
den  Eeschützen  ohne  Erbarmen  überfahren  und  gerädert.  Wie

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