eine  Menge  Gefangene,  20000  Verwundete,  noch  viel  mehr
Kranke:  die  Toten  lagen  überall  umher.  Viele  Generale  sind
in  unseren  händen.  Sertrümmerte  Häuser,  umgeworfene  Bagagewagen,
  Truppen  aller  Nationen.  Es  ist  eine  Derwirrung
ohnegleichen  ..  .  Alle  Anstalten  sind  getroffen,  um  den  Feind
aufs  lebhafteste  zu  verfolgen.  Den  Rest  seiner  Krmee  wollen
wir  vernichten.  So  weit  habe  ich  es  endlich  gebracht.  Dieles
habe  ich  zu  dieser  Wendung  der  Angelegenheiten  beigetragen.
Ich  genieße  jetzt  die  Belohnung  für  langjährige  Sorgen  und
UMühen.
Gneisenau  an  Clausewitz
nach  der  Schlacht  bei  Leipzig  über  den  König  von  Preußen.

Der  König  hat  mir,  als  alles  in  Leipzig  auf  dem  Markte
versammelt  war,  einige  kalte,  doch  etwas  freundliche  Worte
der  Sufriedenheit  mit  unserer  Armee  gesagt.  Mir  persönlich
  nichts.  Noch  habe  ich  kein  Wort  der  Jufriedenheit
  über  unsern  Elbübergang  und  die  folgenden  Kriegsbegebenheiten
  erhalten.  Dagegen  sagte  mir  der  Koaiser
lexander  die  schönsten  Dinge,  ebenso  der  Kaiser  Franz  und
der  Fürst  Schwarzenberg.  Kber  Sie  sehen,  wie  tiefgewurzelt
die  Kbneigung  des  Königs  gegen  alle  diejenigen  ist,  die  nicht
gleiche  politische  Gesinnungen  mit  ihm  gehabt  haben.  Sowie
indessen  dieser  heilige  Krieg  vorüber  ist,  so  trete  ich  aus  seiner
Armee  und  will  lieber  das  Brot  des  Rummers  essen,  als  diesem
unfreundlichen  Herrscher  mich  in  seiner  Krmee  aufdrängen.

Die  Stimmung  Napoleons
und  der  französischen  Krmee  auf  dem  Rückzug  nach  der  Schlacht
bei  Ceipzig.
19.  Oktober  1815.
Der  sächsisch-rheinbündische  Major  von  Odeleben  erzählt:
Er  Napoleon]  zeigte  zwar  Ruhe  und  Jassung,  war  aber  sehr
niedergeschlagen  und  fühlte  zum  erstenmal  ein  unersetzliches
und  unabwendbares  Unglück,  das  er  oft  andern  bereitet  hatte.
Die  Stimmung  in  der  Krmee  verfinsterte  sich;  mit  grimmigen
Mienen  schauten  die  vorbeiziehenden  Soldaten  nach  ihm  hinüber
  auf  das  Feld,  wo  er,  in  einiger  Entfernung  von  der
Straße,  mit  Uey,  Kugereau  und  einigen  anderen  frühstückte.

21  Die  hefreisng.  J21