Der  Staat  ist  gerettet,  der  Thron  ist  befestigt.  Wir  sind
zwar  arm  geworden,  aber  jetzt  reich  an  kriegerischem  Ruhme
und  stolz  auf  die  wiedererrungene  Nationalunabhängigkeit.
Diese  Güter  sind  mehr  wert  als  die  unermeßlichsten  Reichtümer
  bei  fremder  herrschaft.

Die  rheinbündischen  Staaten  nach  der  Schlacht  bei
Leipzig.

von  der  Marwitz  schreibt:  Jetzt  fielen  auch  alle  bisherigen
  deutschen  Sklaven  von  den  Franzosen  ab.  Die  Sürsten
gaben  sich  die  Miene,  Patrioten  zu  sein,  die  Dölker  waren
es.  Bayern  war  schon  vor  der  Schlacht  von  Ceipzig  abgefallen;
  dies  kann  ihm  aber  nicht  zum  Derdienst  angerechnet
werden,  denn  das  Ende  war  bei  unserer  moralischen  Übermacht
  vorauszusehen,  und  unterlag  Bayern  mit  Bonaparte,
so  wurde  es  von  sterreich  verschlungen.  Es  wurde  also
durch  den  Trieb  der  Selbsterhaltung,  nicht  durch  echten  deutschen
  Sinn  geleitet.

(von  der  Marwitz,  Nachrichten  aus  meinem  Ceben.)

Der  moralische  Susammenbruch  der  französischen
Armee  auf  dem  Rückzug.

Major  Graf  Schwerin,  Flügeladjutant  des  Königs  von  Preußen,
schreibt  an  seine  Frau:

Oktober  1813.

Die  Hornsche  Brigade  traf  bei  der  Derfolgung  auf  ein
französisches  Biwak.  Mit  Befremden  sah  man  die  Soldaten,
unbekümmert  um  die  Ankunft  der  Feinde,  ihren  Platz  dicht
an  der  großen  Straße  behaupten.  Mehrere  Offiziere  ritten
heran:  aufrecht,  aber  regungslos  saßen  die  Toten  und  Sterbenden
  um  das  erloschene  Feuer.  Jetzt  war  hilfe  da,  aber
sie  bedurften  ihrer  nicht  mehr.  Mit  Zbscheu  wiesen  die  Erstarrten
  alle  Bemühungen,  sie  ins  Leben  zurückzurufen,  von
sich.  Übermenschliche  Leiden  hatten  sie,  wie  über  die  Todesfurcht,
  so  über  den  Instinkt  der  Lebenslust  hinweggehoben.
Eine  scheußliche  Erfahrung  lehrte  sie,  daß  jede  Dilfe  nur

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