gang  des  Waldes  wartete,  entschloß  ich  mich,  selbst  zum
Kaiser  zu  reiten.  Bei  ihm  angelangt,  nahm  ich  kein  Blatt
vor  den  Mund,  um  ihm  den  ganzen  Ernst  und  die  Schwierigkeit
  unserer  Lage  klar  zu  machen.  „Ja,“  erwiderte  er  in
seinem  oft  so  wunderbaren  Gleichmut,  „sagen  Sie,  was  soll  ich
tun?  Ich  gebe  Befehle,  aber  man  führt  sie  nicht  aus,  man
hört  nicht  mehr.“  „Euere  Majestät  wollen  nicht  vergessen,  daß
wir  augenblicklich  völlig  eingeklemmt  sind  und  dieser  Sustand
dem  heere  bekannt  ist.  Uur  ein  mit  allen  Kräften  ohne
weiteren  Kufschub  unternommener  Durchbruch  kann  uns  noch
retten.  Dieser  muß  erzwungen  werden,  koste  es  was  es  wolle.
Dazu  brauchen  wir  aber  mehr  wie  je  die  Garde.  Trifft  sie
nicht  bald  ein,  gewinnt  der  Lgeind  noch  mehr  Seit,  dann
holt  uns  alle  der  Teufel!“  —  „„Ich  kann  nichts  weiter  tun
als  was  ich  getan  habe“,  herrschte  er  mich  an.  Wie  würde  er
früher  in  ähnlicher  Lage  Feuer  dahinter  gemacht  haben,
wenn  nicht  auf  ein  bloßes  Seichen,  eine  Handbewegung  oder
ein  kurzes  Wort,  all  seine  Befehle  aufs  schnellste  ausgeführt
worden  wären!  ..  .

Endlich  wurde  der  Wald  von  der  Garde  gesäubert.

Nach  längerer  Seit  traf  nunmehr  auch  der  Kaiser  mit
den  Resten  seiner  Garden  und  anderer  Korps  ein.  Ich  erstattete
  ihm  Meldung  über  die  Gefechtslage  und  er  fragte:
„Kann  man  ohne  Gefahr  die  feindliche  Stellung  sehen?“"“  —
„Ohne  Gefahr,  nein,“  erwiderte  ich  verwundert,  „man  muß
es  eben  riskieren.“  —  „Nun  gut,  zeigen  Sie  den  Weg!“
Wir  ritten  vorwärts.  GEleich  darauf  stob  das  ganze  Eefolge
auseinander.  Eine  Granate  war  in  der  UNähe  des  Kaisers
eingeschlagen.  Derselbe  kehrte  augenblicklich  in  den  Wald
zurück,  stieg  hier  vom  Pferde  und  ließ  sich  bis  zum  Kbend
durch  nichts  mehr  bewegen,  die  von  ihm  aufgesuchte  schützende
Stelle  zu  verlassen.  Don  ihr  aus  leitete  er  die  Schlacht
Die  eintretende  Dunkelheit  machte  jedoch  dem  Leuer  bald
ein  Ende.

In  dieser  Seit  allgemeiner  Ruhe  bemerkte  ich  plötzlich,
wie  ein  ungcordneter  Haufen  Menschen  aus  dem  rechts  von
mir  liegenden  Kusgang  des  Waldes  hervorquoll  und  die

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