nun  du  unglaübige,  ich  hoffe  dich  noch  aus  Paris  zu  Schreiben
und  Schöne  sachen  zu  schiken

in  diesen  Augenblick  erhalte  ich  meine  Bestimmung  ich
werde  mit  meiner  armeh,  die  über  100.000  man  werden
soll  in  und  bei  Frankfuhrt  und  über  den  mittel  Rein  operiren
ich  krige  eine  Schwehre  nuss  auf  zu  knacken  aber  es  soll
wohl  gehen,  auch  über  dem  Reihn  soll  man  sagen  die  preußen
sind  doch  brave  leutte,  sie  haben  geist  und  muht  unsere  alliirten
  Reumen  uns  den  vorzug  ein  und  sagen  braffer  kann  man
nicht  sein.

Gneisenau  an  Boypyen
über  die  Derwirrung  im  Hauptquartier  zu  Frankfurt  a.  M.
Srankfurt  a.  M.,  11.  November  1813.

Der  General  Duka,  Liebling  des  Kaisers  Franz,  will
einen  regelmäßigen  Krieg,  mit  Belagerung  der  vordersten
gestungen  beginnend  und  so  fortschreitend.  Da  kommen  dann
Befehle  aus  dem  Kabinett,  von  denen  Schwarzenberg  nichts
weiß.  Der  König  (von  Preußen)  will  überhaupt  von  einem
Rheinübergang  nichts  wissen  und  will,  daß  man  hier  den
Heind  erwarte  und  unterdessen  sich  erhole,  verstärke,  kleide.
Die  Lehre  des  Generals  Knesebeck  war:  Man  dürfe  nicht
über  den  Rhein,  weil  der  Rhein  einen  Kbschnitt  mache  und
man  sich  bei  einem  ZRbschnitt  sammeln  und  stärken  müsse.  —
Sind  wir  denn  auf  einem  DPotsdamer  herbstmanöver?  Die
russischen  Generale  wollen  heim  und  intrigieren  dafür.
Metternich,  der  viel  Einfluß  auf  den  Naiser  Klexander  hat,
will  sich  den  Ruf  als  Friedensstifter  erwerben  und  arbeitet
dafür  .  ..

Frankfurt  ist  für  uns  eine  gefährliche  Klippe.  Niemand
will  da  heraus.  Vieles  ist  schon  versäumt  hier,  sowie  unterwegs,
  wo  wir,  wäre  alles  gehörig  angeordnet  und  das,
was  angeordnet  war,  gehörig  befolgt  worden,  den  Feind
gänzlich  aufgerieben  hätten.  Uun  müssen  wir  die  Entronnenen
  nochmals  bekämpfen;  das  wird  uns  noch  manchen
wackern  Mann  kosten.  Fenseits  des  Rheins  ist  alles  in
größter  Derwirrung.  Die  französischen  Familien  flüchten
nach  Daris.  Das  Dolk  hat  den  Mut,  nicht  mehr  zu  gehorchen,

Die  Befsrelung.  337