keit  sehr  zu.  gott  weiß  waß  sie  sich  gedagt  haben  meine
armeeh  hir  gegen  Maintz  uf  zu  stellen,  ich  so  wenig  als
die  armeeh  die  ich  befehlige  Schicken  uns  zu  ein  Blocade
oder  observations  Corps,  aber  der  alles  verderbende  neid
mischd  sich  ins  spihll,  in  dessen  werde  ich  mich  loß  ahrbeitten,
über  den  Rhein  oder  zur  ruhe  daß  ist  mein  entschluß
Holland  ist  bereitz  zum  grösten  theill  erobert  und  daß  es  mit
Braband  nicht  derselbe  Fall  ist  haben  die  bey  uns  u  aller
ohrten  vihll  gelltende  Sicherheits  Tomissarien  bewirkt.

es  ist  nun  in  Frankfuhrt  ein  gantzes  HEhr  von  monarchen
u  HFürsten  u  diese  versamlung  verdirbt  alles  u  der  krig  wird
nicht  mehr  mit  Energie  geführt  u  ich  Fürchte  daß  wihr  villes
vertreümen  werden,  die  lustbarkeitten  in  Hrankfuhrt  jagen
sich  ein  ander,  ich  stehe  eine  meille  von  der  Stadt  in  einen
angenehmen  ohrt  u.  habe  ein  guht  quartir,  die  Francosen
hallte  ich  von  diese  seitte  in  Maintz  ein  geschlossen,  sie
sind  gantz  ruhig

es  ist  auß  gemagt  gewiß  daß  wen  wihr  alle  ohne  aufenthalt
  über  den  Reihn  zogen  Napoleon  nun  schon  Fridens  vorschläge
  hette  machen  müssen  da  so  wie  in  holland  alle
vestungen  unversehen  wahren  u  Fallen  mußten,  aber  wihr
haben  ihm  zeit  gelassen,  u  er  wird  ufs  Früh  Jahr  wider  bedeüttend
  erscheinen,  wenn  wihr  nicht  mit  kraft  u  ohne  verzug
vorwärts  dringen.

Dom  hohen  Ansehen  des  Freiherrn  vom  Stein.

Das  Ansehen,  welches  Stein  in  dieser  Wendezeit  der
deutschen  und  europäischen  Eeschicke  genoß,  das  Dertrauen,
welches  er  als  der  treibende  Geist  des  Bundes,  als  Deutschlands
  Miterretter  seinem  olke  einflößte,  spiegelt  sich  in  der
Tatsache,  daß  Offiziere  der  verbündeten  Heere  den  bekannten
Hrofessor  der  Geschichte  und  des  Staatsrechts,  Uicolaus  Dogt.
in  Frankfurt  aufsuchten  und  ihm  die  SFrage  stellten:  ob
Stein  nach  den  Reichsgesetzen  zum  Deutschen  Kaiser  gewählt
  werden  könne?  eine  Frage,  die  Dogt,  Metternichs
ehemaliger  Lehrer,  unbedenklich  bejahte.

Mach  Pertz,  Stein.)

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