sie  ist  schlecht,  Beweise  auf  dem  Papiere  zu  führen.  Sie  grün.
det  sich  zweitens  auf  Recht,  auf  Politik,  auf  Ehre  und
auf  Ureue  des  deutschen  NUamens

So  spricht  die  Holitik,  einfach  und  kurz,  denn  die  Wahrheit
  braucht  keiner  umschweifigen  Wortgeflechte:

Seit  Jahrhunderten  haben  die  Franzosen  geschrien:  Der
Rhein  gehört  natürlich  zu  Frankreich,  ohne  den  Rhein  hat
Hrankreich  keine  Ründung  und  GErundfeste  der  Macht,  mit
dem  Rhein  aber  ist  seine  Grenze  auf  immer  bestimmt  und
geschlossen,  und  weiter  will  und  darf  es  nicht  streben.
Diele  haben  sich  durch  dieses  Geschwätz  sogar  betören  lassen
und  es  ihnen  nachgebetet,  der  Meinung,  die  Forderung  sei
nicht  so  ganz  unbillig.  Sie  merkten  aber  nicht  oder  waren
überhaupt  zu  dumm,  es  zu  merken,  daß  die  Franzosen  den
Rhein  und  die  Naturgrenze  des  Rheins  nur  als  einen  Dorwand
  hinschoben,  daß  sie  aber  recht  gut  wußten,  wie  der
Rhein  ihnen  über  Deutschland  die  herrschaft  sicherte,  denn
diese  herrschaft  wollten  sie  eigentlich,  nannten  sie  aber
nicht.  Kaum  hatten  sie  festen  Fuß  am  Rhein  gewonnen,
kaum  hatten  sie  Landau,  Breisach,  Philippsburg  und  andere
feste  Hlätze  an  dem  Strom,  so  begann  ihr  verderblicher  Einfluß
  auf  Deutschland,  so  hörten  die  Settelungen  nie  auf,
welche  die  letzten  Bande  der  deutschen  Eintracht  auflösten,  so
standen  ihnen  auch  schon  deutsche  Fürsten  gegen  das  eigene
Daterland  und  seine  Freiheit  bei.

Ich  sage  geradezu,  wenn  Frankreich  den  Rheinstrom
  mit  seinen  Landen  behält,  so  behält  es  nicht
nur  sein,  alles  Gleichgewicht  aufhbebendes  Ubergewicht
  über  Deutschland,  sondern  auch  über  das  übrige
Europa  ...

..  Wenn  ihr  jetzt  nicht  den  Stolz  und  den  Mut  bekennet,
das  Ganze  zu  wollen  und  zu  vollbringen,  wann  meinet
ihr,  daß  ihr  sie  künftig  haben  werdet?  Wann  meinet
ihr,  daß  die  Seit  kommen  soll,  wo  allen  Deutschen  noch
ein  größeres  gemeinsames  Siel  aufgesteckt  ist?  Jetzt  oder
nie,  so  muß  die  Ehre  immer  sprechen;  ihre  Stunde,  ja,
ihre  Minute  ist  immer  da;  sie  kann  nichts  verschieben,  sie

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