200  Mann  vom  Füsilierbataillon  des  brandenburgischen  Regiments
  in  die  Kähne

Die  Nacht  war  sternklar  und  kalt,  das  enge  Rhbeintal
  jedoch  ziemlich  finster.  Es  war  der  ausdrückliche  Befehl
  gegeben,  unterhalb  der  französischen  Wachen  in  dem
Douanenhäuschen  ohne  Geräusch  zu  landen,  weil  man  eine
hinterlist  von  seiten  des  Feindes  erwarten  mußte.  Die
Überfahrt  der  ersten  200  Mann  dauerte  etwa  eine  Diertelstunde.
  Da  die  Reservekavallerie  ganz  hinten  in  den  Schluchten
  biwakierte,  so  ritten  wir  Befehlshaber  nach  Caub  und
erwarteten  mit  der  größten  Spannung,  wie  die  Sachen  ablaufen
  würden.  Das  Licht  im  Douanenhäuschen  brannte,
kein  Schuß  fiel,  alles  war  still,  bis  unsere  Süsiliere,  aus
den  Kähnen  springend,  dem  streng  gegebenen  Derbote  zuwider
das  linke  Rheinufer  mit  einem  lauten  hurrageschrei  begrüßten.
  In  diesem  Zugenblick  fielen  einige  Schüsse  aus
dem  Douanenhäuschen.  Sie  verwundeten  einige  Jäger  und
einen  Führer,  der  sich  erboten  hatte,  die  ersten  preußischen
Truppen  über  den  Rhein  zu  führen.  Etwas  später  entstand
ein  kleines  Tirailleurfeuer  mit  unbedeutenden  feindlichen  Ab—
teilungen.

Der  Ubergang,  der  nun  nach  der  Disposition  erfolgte,
fand  die  ganze  Macht  hindurch  bis  gegen  Morgen  statt.

(Graf  Henckel  von  Donnersmarck,  Erinnerungen.)

Blücher  zu  den  Dommern  beim  Rheinübergang.
Uun,  ihr  alten  Hommern,  jetzt  sollt  ihr  SFranzösisch

lernen!

Blücher  an  seine  Frau.
1.  Januar  1814.
DErtzens  liebe  Frau.

der  frühe  neujahrsmorgen  wahr  vor  mich  erfreulig  da
ich  den  Stoltzen  Rein  Hassirte,  die  uffer  ertöhnten  vor  Freudengeschrey,
  und  meine  braven  Truppen  Empfingen  mich  mit
Jubel,  der  widerstandt  des  Heindes  wahr  nicht  bedeuttendt,
ich  schlisse  nun  die  Festung  Mainz  völlig  ein,  führ  meine
Person  gehe  ich  mit  der  Armee  gleich  vorwärts.  der  lehrm
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