von  meine  braven  Cameratten  ist  so  groß  daß  ich  mich  verbergen
  muß  damit  alles  zur  Ruhe  komt;  die  jenseittigen  deutschen
  bewohner  Empfangen  uns  mit  Freudenthränen

Das  Blüchersche  hauptquartier.

Graf  Wilhelm  Schwerin  erzählt:  Es  war  ein  sehr  munteres
  Leben  im  Blücherschen  Hauptquartier.  Der  alte  Seldmarschall
  war  von  der  glücklichsten  Laune  und  teilte  sie  seiner
Umgebung  mit.  Über  jene  war  wenigstens  gewiß  nicht  zu
klagen,  eher  über  einen  zu  freien  Ton.  orzüglich  gehörten
die  Tischreden  nicht  selten  zu  den  kräftigsten  .  .  Blücher
genoß  jetzt  der  vollkommensten  Gesundheit.  Mit  einer  Jugendkraft,
  die  seine  Umgebung  in  Erstaunen  setzte,  unterzog  er
sich  allen  Strapazen  des  Feldzuges,  die  ihn  kaum  zu  berühren
schienen.  Doch  war  es  vielleicht  diese  übertriebene  An—
strengung,  die  ihm  später  die  große  RKbspannung  zugog,
in  der  er  dem  letzten  Teile  des  Feldzugs  nur  noch  beiwohnte.
Jetzt  kam  er  auf  dem  Marsch  nicht  vom  Pferde  und  bediente
sich  weder  seines  Wagens  noch  irgendeiner  Bequemlichkeit.
Sein  Geist  war  nicht  minder  aufgeweckt;  die  Gegenden,  durch
welche  der  Marsch  ging,  waren  ihm  aus  der  Rheinkampagne
her  sehr  wohl  bekannt.  Tausend  lebhafte  Erinnerungen  würzten
  noch  die  Freude,  die  er  überhaupt  an  diesem  Kriege
hatte,  und  gaben  oft  Veranlassung,  die  Treue  und  Klarheit
seines  Gedächtnisses  zu  bewundern.  Sehr  störend  war  es  ihm
dagegen,  hier  nicht  mehr  das  ihm  angeborene  Talent  der
öffentlichen  Anreden  üben  zu  können;  —  er  hatte  dies
Improvisieren  patriotischer  Reden  in  der  letzten  Seit  so  oft
und  zuweilen  so  glücklich  geübt,  daß  es  ihn  nun  oft  hinriß,
  auch  französische  Behörden  und  Deputationen  anzureden,
um  so  mehr,  da  die  Dinge,  die  er  den  Franzosen  vorzutragen
hatte,  gewiß  weit  pikanter  waren  als  alles,  was  er  bisher
hatte  vortragen  können.  „Messieurs!“  fing  er  dann  mit
vollem  Feuer  an,  und  wenn  nun  nichts  weiter  kommen
wollte:  „Uun  Goltz“,  wandte  er  sich  an  diesen  [Adjutantenl,
„sagen  Sie  ihnen  nur  das  übrige!“

(Gräfin  Schwerin,  geb.  Gräfin  Dönhoff,  Erinnerungen.)

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